Lokales

Freude an Allerheiligen

Riesenfreude an Allerheiligen: In der Handball-Verbandsliga gewann die SG Lenningen mit 25:23 (10:9) beim HC Lustenau/Österreich.

LUSTENAU In dem deramatischen Spiel konnte Lustenau vier Minuten vor Spielende einen Vier-Tore-Rückstand aufholen und zum 22:22 ausgleichen. Das Spiel drohte zu kippen. Doch mit einem Kraftakt konnten die Lenninger die Österreicher doch noch bezwingen.

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Die SG begann sehr konzentriert und führte nach acht Minuten 5:2. Mit Flüchtigkeitsfehlern beim Spielaufbau luden die Gäste den HC zu leichten Toren ein. So beim 6:6/18. durch Johannes Hirschbühl. SG-Trainer Kiedaisch reagierte und nahm eine Auszeit. Lenningen war jetzt wachgerüttelt. Christoph Wiesinger, pfeilschnell auf Linksaußen, und Steffen Kazmaier hielten die SG auf Kurs. Das Polster war wieder da 9:7 (26.). Allein Heilinger und Hirschbühl waren kaum zu halten und verkürzten zum 10:9-Halbzeitstand.

Im zweiten Durchgang blieb es eng. Die SG legte zwar immer vor, musste aber aufgrund mehrerer Zeitstrafen mehrmals den Ausgleich hinnehmen. Kiedaisch nach Spielende: "Da fehlte uns bei einigen Abwehrsituationen die Cleverness". Zu oft geriet die SG in Unterzahl. Dank Sven Lamparter hielten sich die "Schadensfälle" aber in Grenzen.

Danach drei ganz starke SG-Minuten: Wiesinger mit einem Dreher und per Konter erhöhte auf 17:14 (49.). Durch Kontertore zog die SG bis zur 52. Minute auf 21:16 davon. Dass noch viel Arbeit auf Kiedaisch wartet, zeigte sich innerhalb von vier Minuten, Lustenau konnte den Rückstand immer weiter verkürzen. In der 56. Spielminute fiel dann sogar der Ausgleich für die Österreicher. Die SG ist noch nicht so weit, dass sie einen Vorsprung verwalten kann. SG-Coach Holger Kiedaisch nahm eine Auszeit. Seine Order: "Spielt wieder mit Konzept und bewahrt die Ruhe".

Die SG kam wieder ins Spiel. Ein blitzschnell ausgeführter Freiwurf von Jens Kirschmann, dem Jan Lamparter einen Schlagwurf folgen ließ Lenningen war 24:22/58. in Führung. Dank SG-Torhüter Sven Lamparter blieb das Anrennen der Vorarlberger erfolglos, er hielt Würfe von Christian Heilinger und Emanuel Ditzer. Manfred Messners Strafwurf zum 23:25, Sekunden vor Schluss, war nur noch für die Statistik.

Kiedaisch nach dem Spiel: "Unser Siegeswille war heute größer. Die bessere Mannschaftsleistung hat das Spiel entschieden".

döl

SG Lenningen: S. Lamparter, Born Kazmaier (9/7), C. Wiesinger (7), Kirschmann (5), J. Lamparter (3), Renz (1), Austen Braunwarth, Brugger, Gökeler, Schwohl, Segeritz, J. Wiesinger.Zuschauer: 100Schiedsrichter: Schaible/Strobel