Lokales

Freudentränen nach WM-Platz sechs

Der Dettinger Norbert Braun hat mit Platz sechs bei der Duathlon-Langdistanz-WM seinen bislang größten internationalen Erfolg gefeiert obwohl er schon kurz vor dem Aufgeben stand.

ZOFINGEN Bei ungünstigen Bedingungen (kurz vor dem Start hatte es begonnen zu regnen) fuhr Norbert Braun die zweite Radrunde über acht Kilometer mit deutlich vermindertem Tempo zu Ende, da er ziemlich entkräftet war. Nachdem er kurz sogar vom Rad gestiegen war und fast schon aufgegeben hatte, lief es auf der dritten Radrunde immer besser, und so überholte er einen Mitkonkurrenten nach dem anderen.

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Nach einem passablen ersten Lauf über zehn Kilometer in 38,17 Minuten, war die Radzeit gegenüber dem Vorjahr um 44 Minuten langsamer. Für den 158 Kilometer langen Radkurs benötigte er 5.38,46 Stunden, für den abschließenden Lauf über 30 Kilometer 2.31,29 Stunden. Mit einer Endzeit von 8.52,59 Stunden bedeutete dies unter den 25 gestarteten Altersklassenkonkurrenten der 45- bis 49-Jährigen Platz sechs. "Im Ziel war ich total glücklich", sagte der Dettinger, "es flossen auch einige Freudentränen, denn unter diesen Bedingungen weiterzumachen, war hart." Gleichzeitig gewann er so den Vergleich mit seinen Schweizer Teamkameraden, die in einer gemischten Staffel antraten, um den 40-minütigen Vorsprung der Einzelstarter aufzuholen. Das Staffelteam v-maxx Campione Celeste mit Simone Wirth (10-Kilometer-Lauf), Patrik Nyfelder (158 Kilometer Rad) und Daniel Weil (30-Kilometer-Lauf) brauchten 8.28,16 Stunden und holten auf Norbert Braun nur etwa 25 Minuten auf.

Weltmeister der Männer-Elite wurde wie im Vorjahr der Belgier Benny Vansteelant, bei den Frauen Vorjahressiegein Erika Csomor. Vansteelant benötigte 6.58,54 Stunden, Erika Csomor hatte eine Endzeit von 7.52,49 Stunden. Auch Norbert Brauns Vereinskameraden vom CIS Amberg waren erfolgreich, beide waren in der Elite beste Deutsche. Sonja Tajsich wurde bei den Frauen Sechste, Alfred Rahm in der Herren-Elite-Klasse Siebter.

In Brauns Altersklasse AK 45 benötigte der Sieger und Weltmeister Ewald Weissengruber aus Österreich 8.08,11 Stunden.

vmx