Lokales

Freundliche Übernahme

Aus Kostengründen wird die Owener Stadtbücherei in der bisherigen Form nicht mehr zum Leben erweckt. Das hatte der Gemeinderat in der Klausursitzung beschlossen. Inzwischen zeichnet sich aber eine andere Lösung ab: Die Schule übernimmt den Raum und einen Teil des Bücherbestands, um ihre Konzeption Leseerziehung zu verwirklichen.

ANDREAS VOLZ

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OWEN Zunächst war der Gemeinderat davon ausgegangen, in der Sibylle-von-der-Teck-Schule eine "stark verbesserte Schulbücherei" einrichten zu können, wie Bürgermeister Siegfried Roser in der jüngsten Sitzung erläuterte: "Das Kollegium ist bereit, sich der Aufgabe zu stellen und die Bücherei in Eigenregie zu betreiben." Der entsprechende Beschluss der Gesamtlehrerkonferenz war einstimmig ausgefallen.

Mittlerweile haben Schulleiterin Christa Eckel und ihre Kolleginnen sich an die Arbeit gemacht und den alten Bücherbestand gesichtet. Dabei waren sie so angetan vom Büchereiraum, dass sie bei der Stadt anfragten, ob es nicht möglich wäre, dort künftig speziellen Leseunterricht, Lesenachmittage oder Autorenlesungen zu veranstalten.

Diesem Vorschlag hat der Gemeinderat nun einmütig zugestimmt. Vorläufig ist das Projekt auf ein Jahr befristet. Mit dem jährlichen Zuschuss der Stadt in Höhe von 5 000 Euro sollen alle Kosten für die neue "städtische Schulbücherei" abgedeckt werden. Außerdem darf die Schule die aussortierten Bücher an einem gesonderten Verkaufstag zu günstigen Preisen abgeben. Der Erlös steht dann für Neuanschaffungen zur Verfügung.

Die neue Schulbücherei dient in erster Linie den Grundschulkindern, die dort ihre ersten Leseerfahrungen mit altersgerechter Lektüre und unter fachkundiger pädagogischer Anleitung sammeln können. Die Viertklässler helfen beim Einordnen und bei der Ausleihe. Wer nach seiner Grundschulzeit die Owener Bücherei nutzen möchte, soll dazu auch Gelegenheit haben, beispielsweise einmal wöchentlich an einem dafür vorgesehenen Nachmittag.