Lokales

Frischluft, Diskussionen und Frauenpower

Mit ihrer Klausurtagung auf der Alb zeigte die Frauenliste (FL) Kirchheim einmal mehr, dass Kommunalpolitik nicht nur von konzentrierter Arbeit und gesundem Menschenverstand, sondern auch von Kreativität und Spaß an Gemeinsamkeit profitiert.

KIRCHHEIM Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker besuchte die Frauen und stand Rede und Antwort zum Haushaltsentwurf 2007 sowie zu verschiedensten aktuellen Fragen.

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Bei den Ausgaben müssen nach Überzeugung der Frauen längst überfällige Sanierungen, Um- und Neubauten an den Kirchheimer Schulen an vorderster Stelle stehen und hier muss mehr auf der Grundlage pädagogischer Erfahrungen und Ziele geplant werden. Außerdem ist eine vorausblickende Planung gefragt, die variable Nutzungen der Schulräumlichkeiten in der Zukunft ermöglicht.

Was sich hinter dem Begriff Sportentwicklungsplan verbirgt und warum es sich lohnt, dafür Geld auszugeben, erläuterte Stadträtin Dr. Silvia Oberhauser. Unter anderem enthält die Planung Anregungen zur Gestaltung von Schulhöfen, Spiel- und Grünflächen. Eva Frohnmeyer-Carey, eine der Initiatorinnen der Frauenliste, sieht darin eine Chance, Bewegung sowie Kommunikation aller Altersgruppen, auch ohne Anschaffung teurer Geräte, zu fördern.

Die Ausgaben im Straßenbau führen bei der Frauenliste zu der Forderung nach einer Gesamtplanung für den Verkehr in Kirchheim. Strategien zur Verkehrsvermeidung sollten nach Ansicht von Stadträtin Birgit Müller zentraler Bestandteil einer solchen Konzeption sein. Wie Bürgerbeteiligung in der Stadt wirksamer und zufriedenstellender praktiziert werden kann, beschäftigt die Frauen nicht zuletzt wegen der jüngsten Diskussionen in Sachen Lärmschutz. Eine bessere Informationspolitik von Seiten der Verwaltung könnte einen wichtigen Beitrag leisten.

Ein MarkenzeichenDen Austausch und das Gespräch zu pflegen, ist eines der Markenzeichen der Frauenliste. So werden zu den monatlichen öffentlichen Plena ab Dezember jeweils verschiedene Verantwortliche der Verwaltung eingeladen.

Modelle für Wohnen und Betreuung im Alter wird die FL im Februar bei einer Fahrt zur Stiftung Liebenau bei Ravensburg und zur Seniorengenossenschaft Riedlingen genauer unter die Lupe nehmen. Die Frauenkulturwochen im März 2007 werden, wie im Vorjahr, von Katrin Hörcher und Dr. Iris Patricia Laudacher koordiniert. In Zusammenarbeit mit Amnesty International, Pädagoginnentreff, Stadtbücherei, vhs, Kino Frech und anderen entsteht ein spannendes, vielseitiges Veranstaltungsangebot.

pm