Lokales

Frischluftkur für den Dettinger Sitzungssaal

Jetzt wird es ernst für den Sitzungssaal im Dettinger Rathaus. Mitte Dezember reisen die ersten Handwerker an und rücken dem betagten Innenleben des Saals zu Leibe. Da kommt der Gemeinerat nicht umhin, für seine Sitzungen im Januar umzuziehen.

BIANCA LÜTZ

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DETTINGEN Je länger die Sitzung, desto dicker die Luft davon können Gemeinderäte und treue Besucher ein Lied singen: Mangelhafte Belüftung, dürftige Isolierung und heizende Strahler an der Decke sorgen während der Gemeinderatssitzungen oft für schlechtes Klima im Sitzungssaal des Rathauses. Mit Ablauf des Jahres naht nun aber das Ende der stickigen Ära.

Am 11. Dezember beginnen die Renovierungsarbeiten im Ratssaal. Bereits vor zwei Jahren hatte der Gemeinderat den Raum unterm Rathausdach für dringend sanierungsbedürftig befunden und dessen Umbau beschlossen. Schließlich stammt das Interieur noch aus den Sechzigerjahren.

Mittlerweile hat der Gemeinderat die großen Gewerke nach beschränkter Ausschreibung vergeben, und der Fahrplan für die Renovierung steht. Rund drei Monate werden die Bauarbeiten voraussichtlich dauern. Danach soll der Gemeinderat dann bei guter Luft in einem hellen Raum mit modernem Anstrich und aktueller Technik tagen können . Bis es so weit ist, weicht das Gremium zu seinen Sitzungen in den benachbarten Feuerwehrschulungsraum aus.

Den größten finanziellen Brocken stellen die Heizungs- und Lüftungsarbeiten mit gut 61 000 Euro dar. Um ein Drittel günstiger als ursprünglich erwartet sind die Putz-, Stuck- und und Trockenbauarbeiten, für die die Gemeinde etwas über 25 000 Euro berappen muss. Einen Großteil der Einsparungen "aufgefressen" haben jedoch wiederum die Schreinerarbeiten. In der Gesamtsumme liegen die großen Gewerke bei 127 000 Euro und damit 9 000 Euro unter dem Ansatz. Damit getan ist es jedoch noch nicht.

Kleine Arbeiten an Gemäuer, Kupferdach und der Elektroeinrichtung hat die Verwaltung noch zu vergeben. Dabei sollen auch örtliche Firmen zum Zug kommen. Bei den großen Posten hatte keine Dettinger Firma das Rennen machen können, wie Gemeinderätin Inge Schaufler bedauerte: Stets hatten auswärtige Unternehmen die günstigen Angebote vorgelegt, denen die Kommune dann den Zuschlag geben muss.

Nicht enthalten in der Vergabesumme sind außerdem die neue Medientechnik und Beleuchtung. Auch die Möbel sind noch nicht dabei. Bevor diese ausgewählt werden, darf der Gemeinderat erst einmal Probesitzen. Dazu wird der Feuerwehrschulungsraum im Dezember mit Testmöbeln ausgestattet.