Lokales

Frischzellenkur für die Schlossscheuer

Start der Sanierungsarbeiten – Einstiger Schlossflügel von 1469 wird für öffentliche Nutzung hergerichtet

Gestern fiel der Hammer für die Weilheimer Schlossscheuer. Die einstige Adelsresidenz hat dadurch aber nicht den Besitzer gewechselt, sondern sie kommt in die Obhut von örtlichen Handwerkern. Diese richten das Gebäude als Ausstellungs- und Veranstaltungsort her.

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tobias flegel

Weilheim. „Wir wollen nicht den alten Schlosscharakter wiederherstellen, sondern das Gebäude so wie es ist, erneuern.“ Die Worte des Architekten Peter Schell beschrieben, wohin die Reise der Sanierung führen soll. Den Start der Arbeiten haben Bürgermeister Hermann Bauer und die am Projekt Beteiligten gestern mit einem symbolischen Hammerschlag besiegelt.

Sechs Jahre war die Zukunft der Schlossscheuer ungewiss. Umso mehr freute es den Bürgermeister, dass sich der Gemeinderat zum Erhalt der früheren Adelsresidenz durchrang. Den sanierten Flügel des ehemaligen Schlosses will die Stadt künftig für Ausstellungen und Veranstaltungen nutzen.

Neu, aber relativ spartanisch werden die Räume sein. Damit atmen sie den Geist ihrer früheren Bewohner: „Das Schloss hatte wenig mit Prunk zu tun“, sagte der Bauforscher Tilmann Marstaller. Für die Herren von Wernau und andere Besitzer sei es eine Sommerstube gewesen.