Lokales

Frohe Botschaft mit Beigeschmack

Lange schon ist die Kreisstraße 1419 zwischen Schlierbach und Bünzwangen ein Sanierungsfall. Nun hat der Landkreis endlich die Reparatur der Straße in Aussicht gestellt. Für einen bitteren Beigeschmack sorgt aber die Reihenfolge der geplanten Sanierungsschritte. Eine Resolution soll darauf hinwirken, dass der Schlierbacher Abschnitt zuerst in Angriff genommen wird.

VOLKMAR SCHREIER

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SCHLIERBACH Schon lange ist vielen Schlierbachern der Zustand der Kreisstraße 1419 zwischen Schlierbach und Bünzwangen ein Dorn im Auge. Besonders der Abschnitt auf der Schlierbacher Gemarkung ähnelt mittlerweile eher einer Schlaglochpiste als einer ordentlichen Kreisstraße. Die Mängel sind mittlerweile so gravierend, dass an einigen Stellen ein Tempolimit von 20 Stundenkilometern eingeführt wurde.

Seit Jahren schon wird mit dem Landkreis Göppingen über eine Straßensanierung verhandelt. Bisher wurden die Kommunen Schlierbach, Albershausen und Ebersbach, über deren Gemarkungen die Straße verläuft, immer mit dem Hinweis auf fehlende Finanzmittel auf zukünftige bessere Zeiten vertröstet. Nun allerdings scheint es so, als ob der Landkreis die lange erwartete Sanierung noch in diesem Jahr beraten will. Start der Arbeiten soll dann im kommenden Jahr sein.

So ganz über die frohe Botschaft aus dem Landratsamt freuen können sich die Schlierbacher Gemeinderäte aber nicht, denn der Landkreis beabsichtigt offenbar, die anstehende Sanierung in Abschnitten durchzuführen. Und da sehen die derzeitigen Planungen vor, zunächst den von Ebersbach her kommenden Straßenabschnitt wieder instand zu setzen und nicht etwa den am stärksten in Mitleidenschaft gezogenen Streckenbereich auf der Schlierbacher Gemarkung.

Für die Schlierbacher Gemeinderäte ist dieses Vorgehen unverständlich. Kurt Moll von der CDU: "So schlimm ist der Straßenzustand von der anderen Seite her nicht." Umso dringender sei jetzt ein deutliches Signal der Gemeinde an den Landkreis, mit der Sanierung dort zu beginnen, wo es am Nötigsten sei. Nun müsse "von der Gemeinde her mal Druck" auf den Landkreis gemacht werden, so Moll. Als zweckdienliches Mittel erscheint hier der CDU-Fraktion die Verabschiedung einer Resolution an den Landkreis Göppingen, in der der Landkreis aufgefordert wird, mit der Straßensanierung auf der Schlierbacher Gemarkung schnellstmöglich zu beginnen. Der von der CDU eingebrachte Resolutionsentwurf fand auch die ungeteilte Zustimmung der Freien Wähler im Gemeinderat. Einstimmig wurde die Gemeindeverwaltung beauftragt, beim Landkreis auf ein Vorziehen des Schlierbacher Abschnitts bei der Sanierung der K 1419 hinzuwirken.