Lokales

Frühe Förderung von Behinderten

Die dritte Fortbildungsveranstaltung der Vertrauenspersonen im Jahr 2006 fand im Klinikum Esslingen statt. Im Mittelpunkt stand die Arbeit des Sozialpädiatrischen Zentrums und der Interdisziplinären Frühförderstelle.

ESSLINGEN Die Vorsitzende Beate Schweinsberg-Klenk begrüßte die 40 anwesenden Vertrauenspersonen der schwerbehinderten Menschen und bedankte sich besonders bei Harald Betz, Vertrauensperson des Klinikums, der die Veranstaltung vorbereitet hatte. Personalleiter Gomringer hob in seiner Begrüßung die gute Zusammenarbeit mit der Schwerbehindertenvertretung hervor. Positiv ist, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Pflichtquote erreicht wird und im Jahr 2003 eine Integrationsvereinbarung abgeschlossen wurde.

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Frühe Förderung von Kindern mit körperlichen, geistigen oder seelischen Entwicklungsstörungen ist der Schlüssel für eine bessere Zukunft. In dem anspruchsvollen Vortrag von Dr. Nico Breitbach-Faller, Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) im Klinikum Esslingen, wurde schnell klar, dass hier viele Chancen liegen. "Wir sind Problemlöser und es gibt keine Weiterverweisung", so die Aussage von Dr. Breitbach-Faller. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass alle medizinisch-technischen Möglichkeiten der Kinderklinik, der Kinderradiologie sowie des gesamten Klinikums auf kurzen Wegen genutzt werden können. Die Kinder werden von Kinderärzten in das SPZ überwiesen. Die weitere ambulante Behandlung ist dann eine Teamleistung von Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin, Psychologen, Psycho- und Ergotherapeuten, Logopäden, Krankengymnasten und Heilpädagogen. Klar unterstrichen wurde dabei die Schlüsselrolle der Eltern in der Behandlung.

Das SPZ arbeitet nicht isoliert, sondern mit verschiedenen Einrichtungen zusammen. Im Klinikum befindet sich auch die Interdisziplinäre Frühförderstelle des Landkreises Esslingen. Der Teamleiter, Jürgen Keil, erläuterte die Aufgaben. Anders als im SPZ können sich hier Eltern direkt an die Frühförderstelle wenden. Angeboten werden unter anderem Beratung über Förderung und Erziehung von behinderten, von Behinderung bedrohten und entwicklungsauffälligen Kindern, Therapie/Förderung und Begleitung des Kindes und der Familien sowie Unterstützung bei der Integration im Kindergarten. Die Kosten für Beratung und Behandlung werden vom Landkreis Esslingen und von den Krankenkassen übernommen. Sie arbeiten eng zusammen mit beteiligten Ärzten, Kindertageseinrichtungen, Kliniken und anderen Hilfeeinrichtungen. Beratungen erfolgen für Kinder im Alter von der Geburt bis zur Einschulung oder der Aufnahme in einen Schulkindergarten. Die Aufgaben des Sozialdienstes erläuterten Diplom-Soziologen Jochen Laidig und Steffen Runge. Die Vertrauenspersonen waren über die Vielfältigkeit des kostenlosen Angebotes des Sozialdienstes überrascht.

Ein weiterer Themenschwerpunkt, der auch immer in den Betrieben diskutiert wird, ist die Anschaffung eines Defibrillators. Thomas Gehringer vom DRK Ortsverein Altbach gab hier wertvolle Information und stellte ein Gerät vor.

pm