Lokales

Führt Hartz IVzur Verarmung?

NÜRTINGEN ATTAC Nürtingen hat einen Mitarbeiter der Diakonie eingeladen, der zum Problem der Verarmung durch die Sozialreformen Stellung nimmt. Frieder Claus spricht am Donnerstag, 18. November, um 20 Uhr im Jugendhaus Nürtingen zum Thema: "Sozialreformen Wachstum durch Armut?"

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Die Bundesregierung hatte in einer Pressemitteilung erklärt "Kein Hilfsbedürftiger wird verarmen". Das globalisierungskritische Netzwerk ATTAC teilt jedoch mit, diese Behauptung sei unrichtig. Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband befürchtet, dass die Zahl der Menschen, die nach Einführung von Hartz IV unter die Armutsgrenze fallen, sich von 2,8 auf 4,5 Millionen erhöhen wird. Peter Wahl von ATTAC erklärte, für Armut gebe es in der Europäischen Union seit 2001 eine einheitliche Definition, die für die Mitgliedsländer und damit auch für die Bundesregierung verbindlich ist. Die Armutsgrenze liegt in den alten Bundesländern bei 730,20 Euro, in den neuen bei 604,80 Euro. Empfänger von Arbeitslosengeld II liegen nach zwei Jahren, wenn das Übergangsgeld entfällt, deutlich unter diesen Werten, sagt ATTAC. Detallierte Berechnungen gibt es unter www.attac.de/aktuell/pewa-hartziv-lang.pdf.

pm