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Für alle drei Standorte

Keiner der drei Standorte Pädagogischer Fachseminare im Land ist nach Meinung des baden-württembergischen Kultusministeriums verzichtbar. Diese Antwort erhielt Andreas Schwarz, Stadtrat der Grünen Alternativen, auf sein Schreiben an Ministerpräsident Erwin Teufel.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM Wie mehrfach berichtet, überprüfen derzeit sowohl das Finanz- als auch das Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg die Standorte der Pädagogischen Fachseminare. "Ausbildungs-, Bedarfs- und Effizienzgesichtspunkte" stehen dabei im Mittelpunkt. Nach Auskunft der Pressestelle im Kultusministerium wird der Abschlussbericht erst Anfang Januar vorliegen.

Vor Ort schrillten die Alarmglocken, als der Prüfungsauftrag, den das Kabinett abgesegnet hat, bekannt wurde. Zwischenzeitlich sind diverse Bemühungen angelaufen, die politischen Entscheidungsträger im Land von der Unverzichtbarkeit und der Qualität des traditionsreichen Seminars in Kirchheim zu überzeugen.

Andreas Schwarz, Kreisrat und Stadtrat der Grünen Alternativen in Kirchheim, hat jetzt Antwort auf sein Schreiben an Ministerpräsident Teufel erhalten, in dem er diesen bat, sich für den Erhalt der Einrichtung einzusetzen, und eine Reihe von Argumenten auflistete. In seinem Antwortschreiben gibt Ministerialdirigent Manfred Hahl die Meinung des Ministeriums für Kultur, Jugend und Sport wider, wonach "wegen des steigenden Lehrerbedarfs in den musisch-technischen Fächern in den nächsten Jahren keiner der drei Standorte der Pädagogischen Fachseminare verzichtbar" sei.

"Eine Zusammenlegung der Standorte Schwäbisch Gmünd und Kirchheim würde die seither schon begrenzte räumliche Mobilität der Fachlehrkräfte weiter reduzieren und den Fachlehrermangel in ausbildungsstandortfernen Regionen zunehmend verschärfen", spricht Manfred Hahl auch die in Kirchheim bestehende Furcht vor der Konzentration der Ausbildungsstädten an der Rems an.

Allerdings ist im Brief des Ministerialdirigenten von "kontroversen Haltungen des Finanz- und des Kultusministeriums" die Rede. Auf Grund dieser Differenzen sei bislang noch keine Entscheidung gefallen. "Doch werden wir uns auch weiterhin für den Erhalt aller drei Ausbildungsstandorte einsetzen", verspricht er abschließend. Dritter Standort neben Kirchheim und Schwäbisch Gmünd ist Karlsruhe.

Andreas Schwarz wertet die Aussage des Kultusministeriums als "gute Nachricht" und fasst die Hoffnung in Worte, dass dessen Argumente bei der abschließenden Entscheidung Gehör finden mögen.