Lokales

Für bewussteren Umgang mit Papier

Ausstellung im Esslinger Landratsamt dreht sich rund um den wertvollem Rohstoff

Ob Schulheft, Fotokopie oder Küchenkrepp: Produkte aus Papier sind aus dem Alltag nicht wegzudenken – und ihr Verbrauch steigt stetig an. Rund um den wertvollen Rohstoff dreht sich eine Ausstellung, die jetzt im Esslinger Landratsamt eröffnet worden ist.

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Esslingen. „Rechnet man den Jahres-Papierverbrauch aller Deutschen in einen Stapel Schreibpapier um, so reicht dieser locker von der Erde bis zum Mond“ verdeutlicht anschaulich die Ausstellung „Papierwende – zukunftsfähig mit Papier“. Der Papierverbrauch ist aber nur einer von sieben Themenbereichen der Wanderausstellung, die von der Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenvielfalt aus Bielefeld konzipiert wurde und auf Initiative des Abfallwirtschaftsbetriebs bis zum 30. Mai im Foyer des Landratsamts in Esslingen, Pulverwiesen 11, zu sehen ist.

„Mit der Ausstellung möchten wir für einen verantwortungsvollen Umgang mit Papier werben“, betonte Landrat Heinz Eininger anlässlich der offiziellen Eröffnung der Schau. „Der Ausstellung gelingt es in eindringlicher Weise aufzuzeigen, wie wichtig der Einsatz von Recyclingpapieren für den Klimaschutz ist.“ Der Landkreis habe in den vergangenen Jahren mit Fotovoltaikanlagen, Holzhackschnitzelheizungen und der Deponiegasverstromung bereits einige Maßnahmen zur Einsparung von Kohlendioxid ergriffen. Wichtig sei, so der Landrat, dass auch bei Verbrauchsgütern wie zum Beispiel vielen Papierprodukten auf die Verwendung energiesparender Alternativen mit Recyclingpapier geachtet werde, wo und wann immer es möglich sei.

In der Ausstellung „Papierwende“ wird jede Menge Wissenswertes zum Thema Papier geboten. Dargestellt werden der rasante Anstieg des Papierverbrauchs von den Anfängen der Papierherstellung bis in unsere Zeit, die Papierverschwendung, der globale Papierverbrauch, die Herstellung von Papier mit dem Einsatz des Rohstoffs Holz, die Umweltbelastung durch Säure und Basen bei der Papierherstellung, die Auswirkungen der Papierherstellung auf die Urwälder und vorbildliche Beispiele für den Umgang mit Papier.

Die Informationstafeln sind angeordnet wie Papierbahnen, die durch senkrecht stehende Druckerpressen zu laufen scheinen. In Nischen gibt es zusätzliche Hintergrundinformationen. Verschiedene interaktive Elemente und Exponate regen an zu einer vertiefenden Auseinandersetzung mit dem Thema. Da gibt es beispielsweise einen begehbaren Siegel-Dschungel mit Fahnen mit Gütesiegeln für Papier, Mikroskope zum Herausfinden, wie man die Fasern von Frischfaser- und Recyclingpapier unterscheidet, eine Wiegestation, bei der ein Klassensatz Schulhefte mit der für die Herstellung benötigten Holzmenge aufgewogen werden soll oder ein Recyclingtisch, in den Materialproben von verschiedenen Schritten der Herstellung von Recyclingpapier eingelassen sind.

Zum Thema „Was kann der Einzelne tun“ verdeutlicht etwa eine Sandsackbarriere den Versuch, die Werbeflut einzudämmen oder ein schräger Tisch, wie Einwegprodukte aus Papier in einen Mülleimer rutschen. Die Ausstellung wird durch eine Präsentation des Forstamtes zur Waldzertifizierung und eine Präsentation des Kreisarchivs zum differenzierten Einsatz von Papieren ergänzt.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb bietet Schulklassen und interessierten Gruppen Führungen an. Termine können bei der Kundenberatung des Abfallwirtschaftsbetriebs, unter der Telefonnummer 08 00/9 31 25 26 reserviert werden. la

Die Ausstellung kann während den Öffnungszeiten des Landratsamts besichtigt werden: montags bis mittwochs von 7.30 bis 15 Uhr, donnerstags von 7.30 Uhr bis 18 Uhr, und freitags von 7.30 Uhr bis 12 Uhr.