Lokales

Für eine Präsenz vor Ort

Die Arbeitsgemeinschaft der haupt- und ehrenamtlichen Ortsvorsteher im Landkreis Esslingen hat sich in Kappishäusern zur Herbsttagung getroffen. Karl Stiefel als Gastgeber begrüßte die fast vollständig anwesenden Kollegen und stellte kurz den Ort und die Infrastruktur vor.

KREIS ESSLINGEN Danach ging Stiefel auf eine Erhebung zur Struktur der Einwohnerschaft ein. Das Ergebnis, so die Überlegung, lässt Rückschlüsse zu, ob statt der Ausweisung von neuen Baugebieten eher der verstärkten Einbeziehung von Flächen und Gebäuden im Altbestand des Ortes der Vorrang gegeben werden soll.

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Im nächsten Tagesordnungspunkt stand die Wahl eines Vorsitzenden an. Johannes Züfle, seine Zeichens hauptamtlicher Ortsvorsteher in Jesingen, stellte sich der Wahl, der alte und neue Stellvertreter ist Manfred Haack aus Lindorf. Als Schriftführer konnte Hermann Kik, Ortsvorsteher von Kirchheimer Stadtteil Ötlingen gewonnen werden. Alle drei wurden einstimmig von den Teilnehmern in die Ämter gewählt.

Nach diesem wichtigen Punkt wurde eine Grundsatzdiskussion über die Notwendigkeit von Ortsverwaltungen, Ortsvorstehern und Ortschaftsräten geführt. Entgegen der Meinung so mancher Bürgermeister und Politiker gibt es sehr wohl gute Gründe, die Präsenz vor Ort, die Bürgernähe und den Service dezentral zu belassen, so die Ansicht der Teilnehmer. Auch dürfte unstrittig sein, dass sich durch diese Struktur deutlich mehr Einwohner für das ehrenamtliche Engagement gewinnen lassen als bei zentralistischen Strukturen. Die immer wieder zu hörende Argumentation, dass dadurch enorme Kosten eingespart werden könnten, wurde als Mittel zum Zweck eingestuft. Mit Verwunderung wurde auch zur Kenntnis genommen, dass die Eingemeindungsverträge von manchen Personen nicht so ernst genommen und eher als Spielmasse für angestrebte Zentralisierungen angesehen werden.

Nach diesem intensiven Gedankenaustausch wurden für die nächsten Tagungen Fachthemen benannt, die im Rahmen der Fort- und Weiterbildung für den Teilnehmerkreis in die Tagesordnung aufgenommen werden sollen, wie moderne Pädagogik in den Kindergärten, die Solarenergie aus kommunaler Sicht oder Fragen zum Ausbau der Mobilfunknetze. Dietmar Jauss aus Gutenberg übernahm die Aufgabe, im ersten Quartal 2007 einen Besuch der Baustelle Messe Stuttgart zu organisieren.

hk