Lokales

Für Einsätze gut ausgebildet

Insgesamt 16 Mal musste die Bissinger Feuerwehr im vergangenen Jahr ausrücken, wie aus demBericht des Kommandanten, Karl Weil, hervorging. Gut ausgebildet nehmen nicht nur die 36 Aktiven ihre Einsätze wahr. Auch der Nachwuchs drängt zu den Rohren: Mit 18 Jungfeuerwehrleuten blicken die Bissinger beruhigt in die Zukunft. Die Alterswehr steht den Jungen mit Rat und Tat zur Seite.

RICHARD UMSTADT

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BISSINGEN Die 16 Einsätze im vergangenen Jahr, die der Kommandant der Gesamtwehr Bissingen, Karl Weil, bei der Hauptversammlung Revue passieren ließ, sind beispielhaft für die Bandbreite der Feuerwehrarbeit, die sich schon lange nicht mehr nur auf das Löschen von Bränden beschränkt. Vom umgestürzten Baum auf der Straße, den es zu beseitigen galt, über das Abbinden von Ölspuren, dem Einsatz bei Verkehrsunfällen sowie der Brandbekämpfung (Pressballenbrand, Gartenhausbrand, Firmenbrand, Autobrand und Flächenbrand) bis hin zur Unterstützung bei der Bergung einer am Breitenstein abgestürzten Person reichten 2004 die Einsätze der Bissinger Floriansjünger.

Dass die Blauröcke für ein solch breit gefächertes Aufgabengebiet gut gerüstet und ausgebildet sein müssen, versteht sich allein schon aus den möglichen Gesundheitsrisiken der Einsätze. Wie Kommandant Weil ausführte, absolvierten die Bissinger Feuerwehrleute ein großes Ausbildungsprogramm, zu dem vier Zugübungen, zwölf Gesamtübungen einschließlich der Hauptübung "Brand in der Kirche", zwei Maschinisten-Ausbildungen, vier Atemschutz-Ausbildungen einschließlich einer Übung im Brand-Container am Flughafen sowie neun Unterführerbesprechungen zählen.

Die Übungen waren alle praxisbezogen ausgerichtet, wie etwa die Eisrettung, der Löscheinsatz in einem Abbruchhaus und in einer Firma, die Hilfeleistung bei einem Bauunfall oder die Übung in einem Reiterhof. Bei den Maschinistenübungen stand die Wasserversorgung im Bissinger Industriegebiet im Vordergrund. Auch 2005 stehen im Rahmen der Ausbildung wieder zahlreiche Lehrgänge auf dem Programm.

Die Floriansjünger von Bissingen und Ochsenwang kennen neben Einsätzen und Übungen auch das gesellige Beisammensein. Feuerwehrfasching, Verwaltungsraumolympiade, Familienwanderung, Florianshock, Kelterhocketse und ein Familienausflug in die Wilhelma belegen dies.

Bissingens Bürgermeister Wolfgang Kümmerle würdigte die Arbeit der Aktiven, der Altersabteilung sowie der Jugendfeuerwehr. Finanziell sei der Spielraum der Gemeinde erheblich eingeengt, was sich auch auf die Wunschliste der Floriansjünger auswirkt. So musste der Kauf des Lichtmastens wiederum zurückgestellt werden. Alle anderen Bereiche aber blieben unverändert, sei es die Kameradschaftskasse oder die Gemeindegaben bei den Jubiläen der Feuerwehrleute. In Ochsenwang laufe die Ersatzbeschaffung des TSF auf Hochtouren.

Abschließend attestierte der Bürgermeister der Bissinger und Ochsenwanger Wehr, topfit zu sein. "Die Führung und Organisation der Abteilungen weiß ich in bewährten Händen." Wolfgang Kümmerle bedankte sich für die große Einsatzbereitschaft der Wehr, durch die sie die Gesundheit, Hab und Gut der Bürger schütze.

Aus den Händen von Bürgermeister Wolfgang Kümmerle und Kommandant Karl Weil erhielten Armin Holder und Alex Gölz ihre Berufungs-Urkunden zum Jugendwart und dessen Stellvertreter. Für einen 25-jährigen aktiven Feuerwehrdienst wurden Sigi Beck, Franz Pauling und Hans-Peter Feller geehrt. 40 Jahre aktiv am Feuerwehrdienst nahmen Willi Waimer und Gerhard Feller teil. Sie wurden ebenso ausgezeichnet wie Karl Schmierer für dessen 40-jährige Zugehörigkeit und Walter Dettinger für dessen 50-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr.