Lokales

Für "konstruktives Miteinander"

Der CDU-Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann will den Gymnasien bei G8 den Rücken stärken: "Bei einer so umfassenden Reformierung, wie es das achtjährige Gymnasium (G8) darstellt, darf man die beteiligten Schulen und die Lehrkräfte nicht mit überzogenen Erwartungen belasten", argumentiert er in einer Pressemitteilung.

KIRCHHEIM Vielmehr sei Information, sachliche Diskussion und konstruktive Zusammenarbeit wichtig. Er argumentiert: "Ängste vor dem achtjährigen Gymnasium zu schüren, um damit Wahlkampf zu machen, ist das letzte, was unsere Kinder und die engagierten Lehrkräfte an den Schulen brauchen. Sie haben es nicht verdient, zum Kanonenfutter sozialdemokratischer Wahlkampfstrategie missbraucht zu werden. Ich freue mich, dass das an den Kirchheimer Schulen auch so gesehen wird und man sich dort auf politische Neutralität in der Schulleitung und bei den Elternvertretern verständigt hat."

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Oft sei noch zu wenig bekannt, wie die Umsetzung von G8 erfolge und was damit alles verbunden ist. "G8 ist keine Verdichtung des Stoffs von neun auf acht Jahre. Wer das behauptet, hat sich mit der Thematik nicht befasst", so Zimmermann. Die Kultusministerkonferenz hat sich bundesweit auf 265 Jahreswochenstunden im achtjährigen Gymnasium verständigt. Mit 266 Jahreswochenstunden liegt Baden-Württemberg nur knapp darüber.

"G8 ist aber vor allem ein wichtiger und richtiger Schritt in eine Bildungszukunft, die den einzelnen Schulen mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet.", ist Karl Zimmermann überzeugt. Tatsächlich würden nur noch zwei Drittel des Unterrichtsstoffs an den Gymnasien in den so genannten Kerncurricula landesweit bindend festgelegt, das verbleibende Drittel werde durch die Schulcurricula an der jeweiligen Schule vereinbart. Zimmermann: "Damit erhalten die Schulen mehr Eigenständigkeit, Flexibilität und darüber hinaus die Möglichkeit, ihr eigenes Profil zu schärfen. Die Umsetzung der Kontingentstundentafeln wird in den schulischen Gremien, an denen auch die Eltern teilnehmen, beraten und beschlossen."

Allerdings, so räumt Zimmermann ein, gäbe es auch noch Bereiche, an denen weiter optimiert werden kann und muss. Tatsächlich zeigten sich von Schule zu Schule durchaus Unterschiede, zum Beispiel bei der Anzahl von Tagen mit Nachmittagsunterricht. Hier gelte es dort, wo nötig auf der Ebene Schulleitung Elternvertretung aktiv zu werden und den gemeinsamen Gestaltungsspielraum positiv zu nutzen. Karl Zimmermann zeigt sich pragmatisch. Den oft als zu schwer kritisierten Schulranzen könne man zum Beispiel auch dadurch leichter machen, dass Unterrichtsfächer zu Doppelstunden geblockt werden. Das halbiere im Idealfall nicht nur die Menge der benötigten Bücher und Hefte, sondern sei auch geeignet, die Hausaufgabenbelastung zu reduzieren. "Hier sind die Schulen in einem permanenten Optimierungsprozess", weiß Zimmermann aus Gesprächen mit Schulleitern, Lehrern und Elternvertretern.

pm