Lokales

Fundamente gesprengt

Experten des Technischen Hilfswerkes (THW) haben das Betonfundament der alten Holzbrücke an den Bürgerseen gesprengt. Ein Ersatz dafür ist nicht vorgesehen. Ausweichmöglichkeiten bietet jedoch die Brücke am unteren Bürgersee.

KIRCHHEIM In den frühen Morgenstunden bereiteten 25 THW-Helfer die Sprengung der Betonfundamente an den Resten der Fußgänger- und Fahrradbrücke hinter dem Kiosk an den Kirchheimer Bürgerseen vor, zwei Polizeistreifen garantierten die Sicherheit. Nachdem THW-Sprengmeister Manfred Scrabei einen lauten, langen Ton mit seinem Warnhorn geblasen hatte, konnte die Sprengung beginnen. Die Beteiligten suchten Deckung, das Gelände war im Umkreis von über 150 Metern abgesperrt worden.

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Wie im Film verdrahtete der Sprengexperte der THW-Bundesschule Neuhausen in sicherer Entfernung vom Sprengobjekt die Zündvorrichtung mit dem Stromanschluss und betätigte den Auslöser: in den zuvor punktgenau festgelegten neun Bohrlöchern, die bis in die Mitte des Fundaments hinein reichten, aktivierten Zünder die jeweils 100 Gramm Dynamit. Sorgfältig angebrachte, schwere Gummimatten verhinderten ein unkontrolliertes Herumfliegen von Betonteilen.

Nach fachmännischer Inspektion konnte THW-Sprengexperte Axel Voltmann Entwarnung geben: "Die Sprengung ist zu unserer vollen Zufriedenheit und planmäßig verlaufen." In den Wochen davor hatten bereits die ehrenamtlichen Kirchheimer THW-Helfer in stundenlanger Kleinarbeit und mit schwerem Baggergerät die rund 20 Jahre alte, morsche und zirka 14 Meter lange Brücke über den Talbach rückgebaut und entsorgt.

pm