Lokales

"Funke" soll auf andere überspringen

KREIS ESSLINGEN Die traditionellen Netzwerke von Verwandtschaft und Nachbarschaft sind in der modernen Gesellschaft vielfach brüchig geworden. Um dennoch Menschen soziale Heimat zu geben, sind neue Initiativen gefordert. Diese gibt es im Landkreis Esslingen. Bei der Tagung "Netzwerk Nachbarschaft" werden sie vorgestellt. Veranstalter sind das Sozialdezernat des Landkreises und die Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen. Veranstaltungsort ist die Sparkassen-Akademie in Neuhausen.

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In Zusammenarbeit mit allen Zeitungen, die ihren Sitz im Landkreis haben, hatte die Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen den Ehrenamtspreis "Starke Helfer" im Jahr 2005 unter das Motto "Netzwerk Nachbarschaft" gestellt. 40 der 120 eingereichten Beiträge wurden ausgezeichnet viele von ihnen sind auf andere Orte übertragbar.

Die Tagung "Netzwerk Nachbarschaft" hat nun das Ziel, den "Funken" auf andere Menschen überspringen zu lassen und damit der Idee des Wettbewerbs Nachhaltigkeit zu verschaffen. Nach der Begrüßung um 10 Uhr durch Landrat Heinz Eininger wird Prof. Dr. Klaus Dörner in seinem Vortrag zu der provokanten Frage Stellung nehmen "Wie macht man Menschen zu Nachbarn?" In Podium I stellen sich danach fünf der ausgezeichneten Wettbewerbs-Beiträge vor: der Familienkreis Sankt Dominikus, Ostfildern, das Klosterviertel Kirchheim, das Bürgerforum Lauchau-Lauchäcker, die Hausaufgabenbetreuung Neuhausen sowie das Forum Altern, Dettingen.

Für die Aktualität des Tagungsthemas spricht, dass in den vergangenen Jahren viele neue Initiativen entstanden sind. So stellt sich beim Podium II am Nachmittag erstmals auf Kreisebene das Bundesmodell "Mehrgenerationenhaus Esslingen-Pliensauvorstadt" vor. Das "Lenninger Netz" präsentiert das "Betreute Wohnen zu Hause", eine Maßnahme, die auf Anregung des Landkreises inzwischen in 16 Kommunen Fuß gefasst hat. Ebenfalls beispielhaft auf Bundesebene ist das "Pflegebegleiter-Projekt", das zum Ziel hat, pflegende Angehörige zu unterstützen. Es werden die Initiativen aus dem Neuffener Tal und aus Nürtingen vorgestellt. Als Beispiel für eine langjährige "Graswurzel-Bewegung" mit vielerlei generationsübergreifenden Aktivitäten präsentiert sich der Stadtseniorenrat Leinfelden-Echterdingen.

Unabdingbar für eine gute Kultur neuer Nachbarschafts-Netzwerke ist die Unterstützung durch die Kommunen. Deshalb stellt sich Podium III die Frage "Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit Engagement und Nachbarschafts-Netzwerke sich entwickeln können?" Auf dem Podium sitzen Bürgermeister und Planungskräfte aus Neuhausen, Dettingen, Ostfildern, Kirchheim und Esslingen. Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, Franz Scholz, wird gegen 17.15 Uhr die Tagung mit "Gedanken zum Abschluss" beschließen.

Eingeladen zu dieser Veranstaltung sind alle Interessierten, die Inspiration für ein eigenes Engagement suchen. Willkommen sind aber auch Vertretungen aus anderen Projekten und insbesondere Vertretungen aus Kommunen, kommunalen Planungsgruppen oder Agenda-Gruppen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei Landrat Heinz Eininger ist sehr erfreut, dass die Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen sämtliche Kosten übernimmt.

Eine Anmeldung ist aber unbedingt bis zum 14. Juni erforderlich unter E-Mail: Hafner.Inge@landkreis-esslingen.de, oder Telefon 07 11/39 02-25 03.

Das detaillierte Programm und die Anmeldekarte sind erhältlich beim Kunden-Service der Kreissparkasse unter Telefon 07 11/3 98-50 00 oder im Internet unter www.ksk-es.de/veranstaltungen.

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