Lokales

Gärten nach dem Krieg

Um die Gärten von Flüchtlingen und Vertriebenen in der Nachkriegszeit geht es am Freitag, 8. Juli, um 16 Uhr bei einer Gartenführung im Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren. Dabei erfahren die Besucher unter anderem, welche Pflanzen Flüchtlinge kultivierten.

BEUREN Die Landschaftsplanerin Mirjam Maus aus Neuffen legt bei der Führung im Freilichtmuseum besonderes Augenmerk auf den neu angelegten Garten beim Tagelöhnerhaus aus Weidenstetten im Alb-Donau-Kreis.

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In dem im Jahre 1734 erbauten Haus lebte nach dem Zweiten Weltkrieg einmal ein Flüchtlingsehepaar. Aus heutiger Sicht ist besonders interessant zu beobachten, welche Pflanzen Flüchtlinge und Vertriebene kultivierten, die zum damaligen Zeitpunkt in der Gegend noch fremd waren. Der Garten bot nicht nur Nahrungsgrundlage. Auch Tabak wurde in Zeiten der Geldnot angebaut.

Die Gartenführung im Frelichtmuseum Beuren dauert rund anderthalb Stunden, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme an der Führung ist im Eintrittspreis enthalten. Im Museumsdorf sind neben den bepflanzten Bauerngärten auf den Museumsäckern auch alte Kulturpflanzen wie Flachs, Hanf, Topinambur, Linsen, Tabak und über 70 alte Kartoffelsorten zu sehen.

Alle sieben baden-württembergischen Freilichtmuseen bieten in der Saison 2005 unter dem Motto "Rettich, Rauken und Rosen" unterschiedliche Veranstaltungen zum Thema "Gärten" an.

Nähere Informationen erhalten Interessierte beim Service der Arbeitsgemeinschaft der sieben Freilichtmuseen in Baden-Württemberg unter der Telefonnummer 0 78 31/93 56 10 oder im Internet unter der folgenden Adresse: www.landmuseen.de.

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