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Galsan Tschinag liestaus "Die graue Erde"

KIRCHHEIM Der mongolische Schriftsteller, Dichter und Journalist Galsan Tschinag ist am Freitag, 28. April, ab 19 Uhr zu Gast bei der Kirchheimer Buchhandlung Margot Schieferle in der Wellingstraße 24.

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Galsan Tschinag liest aus seinem Werk, erzählt von seinem tuwinischen Nomadenstamm und gibt Einblick in die mongolische Spiritualität. Die Veranstaltung, die Lesung, Meditation und Workshop miteinander verbindet, wird daher auch etwas länger dauern, als man das von üblichen Lesungen gewohnt ist.

Galsan Tschinag, 1943 im Hohen Altai in der westlichen Mongolei geboren, gehört dem kleinen turksprachigen Volk der Tuwa an, deren Oberhaupt und Schamane er heute ist. Er studierte in den 60er-Jahren in Leipzig Germanistik, übersetzte zahlreiche deutsche Autoren ins Russische und lehrte an der Staatsuniversität in Ulan Bator deutsche Sprache und Literatur.

Aufgrund systemkritischer Äußerungen wurde er suspendiert, seine Bücher und Manuskripte bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr veröffentlicht.

Galsan Tschinag beschreibt in seinen Romanen und Erzählungen das Leben der mongolischen Hirtenstämme, beschreibt deren Überlebenskampf unter härtesten Umweltbedingungen, schildert aber auch das wärmende Miteinander der nomadisierenden Minderheiten mit ihrer oft tief verwurzelnden Spiritualität.

In Deutschland erhielt der Autor schon zahlreiche Literaturpreise, darunter den Adelbert-von-Chamisso-Preis der Bayerischen Akademie der Künste und wurde 2002 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

pm