Lokales

Ganztagesbetreuung kommt gut an

Kindergartenbedarfsplanung in Schlierbach sieht eindeutigen Trend

Viel hat sich beim Thema Kindergärten in den letzten Jahren in Schlierbach getan, nicht zuletzt beim Ausbau der Ganz­tagsbetreuung.

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Volkmar Schreier

Schlierbach. Das wurde bei der Kindergartenbedarfsplanung im Schlier­bacher Gemeinderat deutlich. Besonders erfreulich: Die Einführung einer Ganztagsbetreuung mit Mittag­essensangebot im Dr.-Irmgard-Frank-Kindergarten im letzten September ist ein voller Erfolg.

„Auffällig ist der Trend zur Ganztagsbetreuung“, wie Wolfgang Rapp bei der Vorstellung der Bedarfsplanung erklärte. Bis zu zwölf Kinder nehmen dieses Angebot mittlerweile wahr. Interessant auch: Die unterschiedliche Auslastung des Angebots an den Wochentagen. So sind montags und freitags weniger Kinder ganztägig zu betreuen als zum Beispiel donnerstags, dem Spitzentag in der Statistik. Entsprechend schwankt auch die Zahl der ausgegebenen Mittagessen.Ein Trend, der wohl auch in Zukunft anhalten wird.

Beim Thema Betreuung von unter Dreijährigen im Kindergarten werden die acht bisher vorgehaltenen Plätze wohl auch zukünftig ausreichen. Dennoch rechnet die Verwaltung trotz insgesamt zurückgehender Kinderzahlen eher mit einem steigenden Personalbedarf. Der Grund hierfür: Können in einer Regelgruppe bis zu 28 Kinder betreut werden, reduziert sich die zulässige Gruppengröße bei Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten auf 25 Kinder, bei der Aufnahme von Zweijährigen sogar auf 21 Kinder.

Entsprechend haben sich bereits auch die Kinderzahlen in den drei Schlierbacher Kindergärten verändert. Gegenüber der Prognose vom vergangenen Jahr sind im Irmgard-Frank-Kindergarten sechs Kinder mehr in Betreuung, während im Max-Eyth-Kindergarten, der keine Ganztagsbetreuung anbietet, sieben Kinder weniger als vorhergesagt betreut werden. Deshalb wird nach dem neuen Bedarfsplan für 2008/09 dort die Anzahl der Gruppen von zwei vollen auf eine Vollgruppe mit angeschlossener Teilgruppe reduziert.

Die daraus resultierende Personalreduzierung kommt den anderen Kindergärten zugute – es wird also nicht gekündigt, sondern Personal umgesetzt. An der Gruppenzahl in den beiden anderen Kindergärten wird sich zunächst einmal nichts ändern. Für die Zukunft allerdings werden sich Verwaltung und Gemeinderat schon die Frage stellen müssen, wie und ob es mit drei Kindergärten weitergeht. Bürgermeister Paul Schmid verweist hier auf die sich verändernden Anforderungen, die gerade im Bereich Ganztagsbetreuung Auswirkungen haben werden. So werden vermehrt auch Räume für Schlafmöglichkeiten oder ein Essensraum benötigt werden.

Schmid hält es daher für denkbar, dass die Kindergärten zusammengefasst werden und auch räumlich ­enger mit der Schule verknüpft werden könnten. Auch eine Zusammenarbeit und Verzahnung mit der Schule sei denkbar, so der Rathauschef. „Da werden wir Ihnen Vorschläge bringen“, so seine Zusicherung an das Ratsgremium.