Lokales

Garant für Kontinuität

Albrecht Narr gehört Gemeinderat 25 Jahre an

Im Oktober 1984 wurde Albrecht Narr in den Weilheimer Gemeinderat gewählt. Seitdem gehört der Jurist dem Gremium ununterbrochen an. Jetzt wurde er für sein 25-jähriges Wirken als Stadtrat geehrt.

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Anke Kirsammer

Weilheim. Die Ehrennadel in Silber des Gemeindetags durfte Albrecht Narr bereits vor fünf Jahren entgegennehmen. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, so lange im Gemeinderat tätig zu sein und immer im Blickpunkt der Öffentlichkeit zu stehen“, betonte Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle. Das freilich war für den ehemaligen Richter am Kirchheimer Amtsgericht keine neue Erfahrung. In Diskussionen bringe Narr juristischen Sachverstand genauso ein wie Menschenkenntnis und persönliche Überzeugungen, so Züfle. Er habe stets das Machbare vom Wünschenswerten zu trennen gewusst und sei für ausgewogene Lösungen eingetreten. Nicht selten orientierten sich die Ratskollegen an Narrs Votum. „Für die Verwaltung waren Sie immer ein Garant für Kontinuität“, sagte Züfle. Mit knapp 42 Jahren einst einer der jüngsten Stadträte, ist Narr heute der „Alterspräsident“ im Rund.

Narrs Engagement beschränkt sich nicht auf das Wirken im Gemeinderat: Auch Kirchengemeinde und Soziales Netz Weilheim profitieren von seinem ehrenamtlichen Einsatz. Zudem bekleidete er neun Jahre lang das Amt des Gesamtelternbeiratsvorsitzenden in Weilheim und war 13 Jahre lang Vorsitzender des Tennisclubs.

Karl Mohring gratulierte seinem Amtskollegen zur „Silberhochzeit“ und dankte für das konstruktive Miteinander. „Ich war immer wieder überrascht, wie Juristen um die Ecke denken können“, so Mohring.

Die Autobahnverbreiterung auf sechs Spuren 1984 sowie der Kampf gegen die Schnellbahntrasse bezeichnete Narr als die zentralen Themen, mit denen er sich als Stadtrat zu befassen hatte. In insgesamt 700 Rats- und Ausschusssitzungen habe er umgerechnet ein Arbeitsjahr im Gemeinderat verbracht, so der Jurist. „Ich habe die Zeit genossen und interessant gefunden.“ Deshalb habe er sich dieses Jahr zum sechsten Mal zur Wahl gestellt. Spannend sei für ihn nun das Wirken der verjüngten „Regierungsbank“. Seine Aufgabe im Ratsrund sieht der pensionierte Richter unter anderem darin, die Anliegen älterer Menschen in den Blick zu nehmen. Nach dieser Legislaturperiode kandidiere er allerdings nicht mehr für den Gemeinderat. „Ich klebe nicht an diesem Stuhl“, sagte Narr.