Lokales

Gasexplosion: Verursacher steht fest

Die Ursache für die Gasexplosion in einem Wohnhaus in der Siemensstraße in Kirchheim ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der Polizeidirektion Esslingen weitgehend geklärt.

KIRCHHEIM Wie von den zuständigen Behörden ermittelt wurde, ist bei Bauarbeiten eine Leitung beschädigt worden, wodurch dann das Gas in das Haus in der Siemensstraße gelangen konnte.

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Am Montagmittag war es in der Siemenstraße zu einer heftigen Gasexplosion gekommen, durch die ein Wohnhaus komplett in sich zusammengestürzt war. Eine 66-jährige Frau hatte wie durch ein Wunder überlebt, musste allerdings mit schweren Verletzungen in eine Spezialklinik nach Tübingen gebracht werden.

Wie von der Polizei weiter zu erfahren war, konnte die Frau inzwischen die Intensivstation verlassen und in eine normale Station verbracht werden. Der bei der Explosion verursachte Sachschaden wurde zunächst auf rund 500 000 Euro geschätzt, inzwischen geht man von einem Schaden von rund einer Million Euro aus.

Im Rahmen der gemeinsamen Ermittlungen sind sämtliche Leitungen in der Siemensstraße und der näheren Umgebung überprüft worden. Dabei fanden die Spezialisten ein Leck in der Leitung zum Gebäude Röntgenstraße 69. Dieses war offensichtlich durch Bauarbeiten in der vorletzten Woche verursacht worden. Zur endgültigen Klärung der Ursache und der Verantwortlichkeiten hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Gutachten in Auftrag gegeben.

Durch das Leck ist offensichtlich Gas über das Erdreich und die Versorgungsleitungen in das betroffene Wohnhaus in der Siemensstraße gelangt. Als die 66-jährige Frau schließlich am Montag in der Küche ihres Hauses den Herd einschaltete, wurde dadurch die verheerende Explosion ausgelöst.

Ein Sprecher des Versorgers, der EnBW Regional AG zeigte sich erleichtert, dass die Ursache gefunden wurde. "Wir sind froh, dass bestätigt werden konnte, dass uns als Netzbetreiber keine Schuld betrifft." Auch bei den Gasunfällen vor geraumer Zeit in Stuttgart-Möhringen und am Hauptbahnhof in Stuttgart hat sich im Nachhinein ein Verschulden der dort tätigen Baufirmen herausgestellt. EnBW-Pressesprecher Kaup sieht hier einfach ein Versagen bei der Sorgfaltspflicht durch die ausführenden Bauunternehmen. Bei der Aufklärung der möglichen Ursachen hat das EnBW-Regionalzentrum Alb-Neckar mit Sitz in Kirchheim gleich nach dem Unglücksfall eng mit den Ermittlungsbehörden zusammengearbeitet.

stä/lp