Lokales

Gebet und Natur

Ein Beispiel gelebten Miteinanders konnte am Sonntag in der Gemeinde Schlierbach erfahren werden.

SCHLIERBACH Hatte die evangelische Kirchengemeinde in den letzten Jahren in einem Felderrundgang um eine gute Ernte gebetet, galt diesmal das Thema dem Wald. In Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein, dem Forstrevier und den Schlierbacher Jägern erlebten die Teilnehmer einen genussvollen Tag .

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"Der Wald ein Geschenk unseres Schöpfers" hatte Pfarrer Gese seiner Predigt im Gottesdienst zu Grunde gelegt, umrahmt mit passenden Liedern des Kirchenchors. Annähernd 100 kleine und große Wanderer trafen sich danach am Schützenhaus, um nach der Einstimmung durch den Kirchenchor von dort durch Wald und Flur zu wandern. Revierförster Reich gab unterwegs Erkläuterungen über die Bedeutung des Waldes als wichtigen Faktor unserer Landschaft, über dessen Bewirtschaftung und auch die natürliche Verjüngung. Forstwirt Andreas Rehm demonstrierte gar die fachgerechte Fällung einer Fichte, die Gefährdung durch den Borkenkäfer war auch ein wichtiges Thema.

Bei der Jagdhütte im Tannengarten wurden die Wanderer von den Schlierbacher Jägern mit Jagdhornklängen empfangen und am offenen Feuer konnte jeder seine Würste oder auch ein Stockbrot braten. Namens der Jägerschaft erläuterte dort Eugen Bruntner in einer ansehnlichen Trophäenschau, was in heimischer Fauna und Flora noch anzutreffen und was auch in anderen Gegenden heimisch ist. Groß und Klein folgten interessiert seinen Ausführungen und dem scheidenden Pfarrer Michael Gese blieb nur noch Dank zu sagen an alle für die Gestaltung dieses aufschlussreichen Tages und er fand dafür symbolisch die Schlussverse von Eugen Bruntner: "Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er hegt und pflegt sein Wild, jagt, wie es sich gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt."

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