Lokales

Gebühren moderat angepasst

Neue Beiträge für Wasser, Abwasser und Friedhofsbenutzung

Der Gemeinderat Schlierbach hat in seiner jüngsten Sitzung Friedhofsgebühren, Wasser- und Abwassergebühren neu festgesetzt. Während Friedhofsgebühren und Wasserzins für die Bürgerinnen und Bürger leicht ansteigen werden, ergibt sich bei der gesplitteten Abwassergebühr unterm Strich kaum eine Veränderung.

Schlierbach. „Kommen wir nun zu den unangenehmen Dingen“, leitete Bürgermeister Paul Schmid den großen Abschnitt der Tagesordnung „Gebührenfestsetzungen“ ein. Immerhin, so konnte Schmid schon vorwegnehmen, würden sich die Gebühren nicht übermäßig verändern.

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Grund dafür ist die seit einigen Jahren praktizierte regelmäßige Neukalkulation im Zwei-Jahres-Rhythmus. „Früher haben wir uns nur alle fünf, sechs Jahre mit dem Thema befasst und somit waren die Veränderungen immer ziemlich heftig“, so Schmid.

Grundsätzlich müssen Gebühren jedweder Art so festgelegt werden, dass sie den Aufwand der Gemeinde möglichst treffend abdecken. Erzielt die Gemeinde eine Gebührenüberdeckung, muss der Gewinn in den Folgejahren an die Bürger zurückgegeben werden, laufen hingegen Verluste auf, müssen diese in den Folgejahren zusätzlich erwirtschaftet werden.

Kämmerer Steffen Mayer stellte die den Gebührenfestsetzungen zugrunde liegenden Kalkulationen dem Ratsgremium vor. So erhöhen sich beispielsweise bei den Friedhofsgebühren die Beiträge bei den Reihengräbern je nach Grabart um 20 bis 50 Euro, bei den Wahlgräbern werden je nach Typ zwischen 150 und 300 Euro mehr fällig. Die Gebühren für das Räumen von Gräbern und die Erstellung von Grabeinfassungen durch den Bauhof bleiben unverändert, die Nutzung der Aussegnungshalle wird um 50 Euro teurer.

„Mit dieser moderaten Anpassung liegen wir sehr gut in Sachen Gebührendeckung“, erläuterte Mayer.

Der Wasserzins erhöht sich ebenfalls – der Kubikmeter wird um zehn Cent teurer und kostet damit ab dem Januar kommenden Jahres 2,04 Euro. Kämmerer Mayer macht hauptsächlich zwei Faktoren für diesen Anstieg aus: „Wir haben höhere Unterhaltungskosten für das Wassernetz und dazu ist der Einkaufspreis des Wassers um sieben Prozent angestiegen.“ Die Gemeinde Schlierbach liegt damit leicht über dem Kreisdurchschnitt, der momentan bei 1,98 Euro je Kubikmeter Frischwasser liegt.

Kleinere Veränderungen zeigen sich auch bei der Neukalkulation der Abwassergebühren. Statt wie bisher 2,50 Euro kostet die Entsorgung eines Kubikmeters Schmutzwasser künftig 2,58 Euro. Die Entsorgung von Niederschlagswasser verbilligt sich hingegen für die Verbraucher um 6 Cent auf 38 Cent je Kubikmeter. „So ist die Neukalkulation im Endeffekt praktisch ein Nullsummenspiel“, meinte Kämmerer Mayer.

Der Gemeinderat beschloss die Neufestsetzung der einzelnen Gebühren mit großer Mehrheit.