Lokales

Gebühren neu geordnet

Der Owener Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung Steuern, Gebühren und Abgaben vorgenommen, um deren Höhe für das Jahr 2005 festzulegen. Die stärksten Veränderungen sind bei den Bestattungsgebühren vorgesehen.

ANDREAS VOLZ

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OWEN Die Owener Ratsmitglieder haben die Bestattungsgebühren je nach Art des Begräbnisses deutlich erhöht. Einzig die "Benutzung der Leichenhalle je Leiche" soll von derzeit 156 Euro auf 65,50 Euro gesenkt werden. Letzteres entspricht der Maximalgebühr, die die Stadtverwaltung errechnet hat. Von dieser Maximalgebühr, die eine Kostendeckung von 100 Prozent ergäbe, sind die anderen Positionen weit entfernt.

Dennoch steigen die Kosten für die Überlassung eines Reihengrabs von bislang 586 Euro auf 800 Euro. Weil künftig aber die Grabeinfassung im Preis enthalten sein soll, wird das Reihengrab in Owen unter dem Strich ab 2005 sogar günstiger sein als bisher. Auch bei Kaufgräbern ist vom neuen Jahr an die Grabumrandung im Gebührensatz enthalten, ebenso die Gebühren für Tieferlegungen. Bei einer Verlängerung des Grabnutzungsrechts sollen die Zahlungen nunmehr jedes Jahr erfolgen. Die jährliche Gebühr entspricht dann fünf Prozent der bisherigen Kosten für 20 Jahre.

Die Kindergartengebühren werden, wie bereits vor einem Jahr beschlossen, um einen bis vier Euro erhöht, je nachdem, wie viele Kinder unter 18 Jahren in einer Familie leben. Dafür bleibt die Hundesteuer in Owen mit 96 Euro für den "Ersthund" vorläufig unangetastet.

Auch bei Grund- und Gewerbesteuer hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, die Hebesätze zu belassen, obwohl die Verwaltung vorgeschlagen hatte, die Grundsteuer B zu erhöhen. Der Wasserzins wurde erst einmal zurückgestellt, bis das Gutachten zur Gewinnerzielung vorliegt. Unabhängig davon sinken aber die Entwässerungsgebühren in Owen zum neuen Jahr um 25 Cent pro Kubikmeter.

Die Mieten für Bernhardskapelle und Bürgerschaftskeller bleiben gleich. Die Teckhallenbenutzung dagegen soll für auswärtige beziehungsweise kommerzielle Mieter um jeweils 20 Prozent teurer werden. Ebenfalls um 20 Prozent steigt der Kostenersatz für bestimmte Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr, etwa für Einsätze bei Verkehrsunfällen.