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Gefahrenquellebadende Menschen Zum ...

Gefahrenquellebadende Menschen

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Zum Artikel "See-Hunde", im Teckboten vom 29. Juli:

Bevor ein Herr Roland Greil eine solche Frechheit gegenüber den Hundebesitzern äußert, sollte er sich erst einmal über die Physiologie von Hunden informieren.

1. Die meisten Hunde leben in einer Hausgemeinschaft mit Menschen und werden entsprechend gepflegt. Das heißt, die Hunde werden regelmäßig geimpft, entwurmt und gegen Zecken und Flöhe behandelt. Die Hunde sind somit weitgehend frei von den genannten Flöhen und Würmern.

2. Flöhe des Hundes gehen nicht auf den Menschen über und im Wasser erst recht nicht.

3. Entgegen den Menschen, die oftmals in die Badeseen urinieren und manchmal auch abkoten, enthält sich ein Hund dieser Tätigkeit, bis er wieder am Land ist. Daher kommen, auch wenn der Hund zufällig Würmer hätte, keine Würmer in die Badeseen. Für die Menschen gefährlicher sind die von den Menschen gefütterten Wasservögel, von denen bekannt ist, dass ihre Mitbewohner Ausschläge erzeugen können. Von Krankheitsübertragungen von Hunden in Badeseen ist bisher nichts bekannt. Dagegen ist mancher See schon gesperrt worden, weil zu viele Menschen den Badesee als Toilette benutzt haben.

Ich hoffe, Roland Greil wird in Zukunft in keinem See mehr baden, in dem Menschen baden, da er dadurch krankheitsbedingt stärker bedroht ist.

Peter Lehmann

Lenningen, Gartenstraße

Fröhliche Wegweisungenmit Unterhaltungswert

Zum Artikel "Lothar Späth sprach über die Chancen der Zukunft", im Teckboten vom 21. Juni:

Der Unterhaltungswert des Festredners Professor Dr. h. c. Lothar Späth muss beachtlich gewesen sein. Gleich drei Farbfotos von seinem dynamischen Auftreten zeugen davon. Aber, trotz der honoris causa-Titel spüre ich den Wunsch, den Lothar Späth ein wenig zu zerpflücken auf meinem Schreibtisch.

Ich habe eine Sichthülle, in welcher ich Zeitungsberichte von und über Lothar Späth gesammelt habe. Ich kann natürlich nicht alle Überschriften zitieren, doch eine finde ich besonders treffend und drollig zugleich: "Späths fröhliche Wegweisungen", im Teckboten vom 11. Dezember 1998. In allen seinen Reden "Späth auf Tour durch die Provinz" gibt er Rezepte, wie und was man alles tun und lassen sollte, damit wir überleben. Zum Beispiel drei Prozent Wachstum herbeiarbeiten oder zaubern!??

Viele Fragezeichen hinter Späth machte auch der frühere Wirtschaftsminister Döring. Unter der Überschrift "Wunderwaffe Späth" vom 15. August 2002 geht Döring jede Wette ein, dass der damals angedachte Eintritt von Späth als Superminister in eine CDU-Regierung nicht zustande kommt. Döring damals: "Der erklärt lieber den anderen, was sie alles falsch machen."

So, und was hat Lothar Späth alles falsch gemacht? Unter der Überschrift "Späth für Schulden verantwortlich" wird berichtet, wie dem Gastredner Späth bei einer Tagung des BJU (Junge Unternehmer) seine Spruchklopferei nicht mehr abgenommen wird, sondern er an sein Fehlverhalten erinnert wird: "Sie haben als Ministerpräsident die Weichen für eine unverantwortliche Verschuldung gestellt. Trotz langjähriger Prosperität ist Baden-Württemberg in den 80er-Jahren zum Spitzenreiter der Verschuldung unter den Bundesländern geworden." Bleibt bei mir die Frage hängen, nach welchen Gesichtspunkten Gast- oder gar Festredner eingeladen werden.

Friedrich Blum

Kirchheim, Lange Morgen

Statt strafend helfendund erziehend eingreifen

Zum Artikel "Null Promille für Fahranfänger" vom 26. Juli:

Es ist sicher mal wieder eine Minderheit, die diese Diskussion erzwungen und obendrein noch mit dem eigenen, und dem Leben anderer, bezahlt hat. Null Alkohol für Fahranfänger ist zu wenig und wird den allgemein gestiegenen Verkehrsanforderungen nicht (mehr) gerecht. Als ich vor rund 45 Jahren meine erste Fahrerlaubnis erwarb, erreichten Mittelklassewagen gerade mal die derzeit geltende Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern. Wer sich heute an diese hält, behindert schon sehr häufig den tatsächlichen Fließverkehr. Für höhere Geschwindigkeiten aber braucht man schon etwas Routine, die man allein durch "Erfahrung" bekommt.

Andere Maßnahmen müssen hinzu. Zwingende Einhaltung beispielsweise der Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen und auf Landstraßen verringerte Höchstgeschwindigkeit auf vielleicht 80 Stundenkilometer. Von Fahranfängern gelenkte Fahrzeuge müssten zudem vielleicht mit besonderen Fähnchen (Erinnerungen an die WM) erkennbar sein. Dies würde es der Polizei erlauben, nicht sofort strafend, dafür aber helfend und erziehend einzugreifen. Routiniertere Fahrzeuglenker könnten mit mehr Verständnis, und auch mit mehr Rücksichtnahme, angemessen reagieren.

Grundsätzlich zu null Alkohol für Fahranfänger: Wie schon jetzt Führerscheininhabern Ungemach droht bis hin zum Entzug der Fahrerlaubnis, die sich von einem alkoholisierten Fahrer chauffieren lassen, sollte grundsätzlich allen Fahrzeuginsassen Ungemach drohen. Das sollte auch für junge Menschen ohne Fahrerlaubnis gelten. Jede auch als noch so hart und ungerecht empfundene Konsequenz wird angesichts der im wahrsten Sinne des Wortes tödlichen und der unkalkulierbaren Verletzungsgefahr bis hin zu dem Umstand, den Rest des Lebens in einem Rollstuhl verbringen müssen, eine echte Bagatelle. Die Mehrheit der Jugendlichen dürfte sich vorbildlich verhalten. Zu treffen sind jene, die mit Mitteln imponieren und glänzen wollen, die sie noch nicht beherrschen eben den unsichtbaren kW unter der Haube.

Herbert Woyna

Bissingen, Breitensteinstraße

Betongebirge unddrückende Probleme

Es wurde einmal eine neue Tiefgarage geplant und es wurden viele Eingaben zur Verbesserung der Ein- und Ausfahrt unter anderem von Fachkundigen der Verbände BDS und City Ring an die Verwaltung beziehungsweise den Gemeinderat herangetragen. Was ist passiert? Nichts. Es wurde gelobt, dass die neue Tiga viel besser und schöner und im Dezember 2005 geöffnet wird. Was ist geschehen? Nichts.

Dem Gemeinderat wurde der Hochbau auf der neuen Tiga als "Fortführung der historischen Stadtmauer" verkauft. Was ist passiert? Nichts . . . Ein neues Betongebirge mit fragwürdigen sowie unnötigen Gewerbeflächen ist entstanden. Es wurde verkündet, dass, wenn der alte Kiosk samt den öffentlichen Toiletten abgerissen wird, dann wieder schöne und größere Toiletten in der Parkgarage entstehen. Was ist passiert? Nichts. Es wurde sogar hinter verschlossenen Türen darüber diskutiert, ob man welche baut oder aus Kostengründen einfach einspart es soll ja kein Zündstoff für die öffentliche Diskussion geliefert werden. Was ist passiert? Ein Skandal.

Stellen Sie sich einmal vor, ein Autofahrer, sagen wir mal aus dem Lenninger Tal, findet, nachdem er vor zirka 25 Minuten von zu Hause abgefahren ist, die Einfahrt und einen Parkplatz in der neuen Tiga "Schweinemarkt". Nun drückt ihn ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, denn der Frühstückskaffee . . . Er sucht dann in einem für über 360 Pkw ausgelegten Gebäude nach der entsprechenden Örtlichkeit aber er findet keine. Was ist passiert? Ja, ... jetzt ist's passiert.

Anmerkung des Verfassers: Alle Stadträte, welche gegen den Einbau einer öffentlichen Toilette gestimmt haben, erhalten von mir eine Packung "Pampers Grand Malheur", damit ihnen so etwas nicht passiert.

Walter Autenrieth

Kirchheim, Max-Eyth-Straße

Ein Oleander in dieMitte des Kreisels

Den provisorischen Kreisel am Parkhaus Schweinemarkt/Schwarzer Adler finde ich nicht schlecht. Er hat nur einen Nachteil: Er ist schlecht zu sehen, beziehungsweise Nicht-Kirchheimer denken, dass es eine normale Straße ist. Mir selbst ist passiert, dass ich im Kreisel war und nach links in die Schlierbacher Straße wollte. Von oben, das heißt vom ehemaligen Weißen Ochsen, kam ein anderes Fahrzeug und dachte, es hätte Vorfahrt. Ich war Gott sei Dank rechtzeitig auf der Bremse. Mein Vorschlag wäre, eine Pflanzschale oder einen großen Oleander, wie sie zurzeit in der Stadt stehen, in die Mitte dieses Kreisels zu stellen, dann wäre meines Erachtens der Kreisel als solcher eher zu erkennen.

Renate Bader

Kirchheim, Ludwigstraße

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