Lokales

Gegen rechtsradikale Tendenzen

Bei ihrer Jahreshauptversammlung in Wendlingen haben die Jusos (Jungsozialisten in der SPD) im Landkreis Esslingen einen neuen Vorstand gewählt und ein Arbeitsprogramm verabschiedet.

WENDLINGEN Neuer und alter Vorsitzender der Jusos ist Bernd Vogel aus Köngen. Sein neuer Stellvertreter ist Tobias Buchmann, ebenfalls aus Köngen und vormals Pressesprecher. Dieses Amt übernimmt nun Eva Kittel (Filderstadt). Als neue Protokollantin wurde Kathrin Höger (Hochdorf) gewählt.

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Ferner in ihren Ämtern bestätigt wurden Kassier Martin Funk (Plochingen) sowie die Beisitzer Anne Schneider (Nürtingen), Alexander Saipa (Leinfelden) und Angela Arapovic (Wendlingen). Neu im Vorstand sind die Beisitzer Raphael Pasquet (Esslingen) und Laura Flohr (Wendlingen).

Sowohl nach außen als auch nach innen möchten die Esslinger Jusos wichtige Signale senden. So wollen sie unter anderem ein "Junges Bündnis gegen Rechts" initiieren. "Die letzten Wahlergebnisse in Ostdeutschland sind erschreckend. Dass vor allem Erstwähler rechtsextreme Parteien gewählt haben, verpflichtet besonders uns Junge, schon den Anfängen zu wehren und rechtsradikalen Tendenzen entschieden entgegenzutreten", so Bernd Vogel.

Aber auch an höhere Juso-Gremien sowie in die Partei wollen die Jusos ihre Inhalte weitergeben. Mit dieser Aufgabe sind besonders die Arbeitskreise "Internationales" und "Soziale Sicherungssysteme" betraut worden. "Schon längst basiert die Mehrheit der deutschen Gesetzesbeschlüsse auf Richtlinien der Europäischen Union", meint Tobias Buchmann. "Daher ist es für uns Jusos wichtig, die aktuellen Geschehnisse nicht nur aufmerksam zu verfolgen, sondern auch zu versuchen, diese mitzugestalten, indem wir uns aktiv in die Diskussionen einschalten."

Doch auch die Innenpolitik soll nicht unbeachtet bleiben. So erachten die Jusos besonders die gegenwärtigen sozialpolitischen Entwicklungen als bedeutsam. Bernd Vogel: "Mit den derzeitigen Beschlüssen im Sozialversicherungsbereich werden richtungsweisende und oft nicht mehr rückgängig zu machende Entscheidungen getroffen. Dabei gilt es, nicht nur aufmerksam die Entwicklungen zu verfolgen, sondern diese auch kritisch zu hinterfragen gerade für uns als Jugendorganisation der SPD. Zumal diese oftmals zu undurchsichtig sind, um für Nichtpolitiker noch verständlich zu sein. Damit wird uns vor allem die Vermittlung dieser Entscheidungen erschwert."

ek