Lokales

Gegend erkunden und Kultur kennen lernen

Im Rahmen eines Austauschprogramms hat Kirchheim seit dem 19. September wieder Besuch von einer polnischen Jugendgruppe. Bis zum 30. September haben die Jugendlichen Zeit, die Umgebung zu erkunden.

MIRIAM SCHWINGHAMMER

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KIRCHHEIM Knapp zwei Wochen lang betreut das Jugendhaus Linde eine polnische Jugendgruppe. Diese ist im Rahmen des Internationalen Austauschs des Kreisjugendrings (KJR) Esslingen, den Berufsschulen Esslingen und Nürtingen sowie der Berufsschule der Partnerstadt Piotrkow Trybunalski in Polen zu Besuch in Deutschland.

Die insgesamt zwölf Schülerinnen, vier Schüler und zwei Lehrer haben zwölf Tage zur Verfügung, um zusammen mit einer Dolmetscherin und Linde-Mitarbeitern die Gegend zu erkunden und die Kultur kennen zu lernen. Der Austausch wird von der Linde jugend & kultur koordiniert. Beherbergt wird die Schülergruppe in der unterhalb der Burg Teck gelegenen Sigelshütte.

Um die Gruppe persönlich willkommen zu heißen, hat die Kirchheimer Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker am gestrigen Dienstag zu einem Empfang ins Kirchheimer Rathaus geladen. Erfreut darüber, dass der Austausch zustande gekommen ist, informierte sie, mit Unterstützung der Dolmetscherin, die polnischen Schüler und Lehrer über die Geschichte der Stadt Kirchheim.

Ein buntes Programm wird den Jugendlichen während ihres Aufenthalts geboten. Durch ein Stadtspiel lernten sie Kirchheim am zweiten Tag kennen. Zusammen gingen sie auf Höhlentour, besuchten ein Erlebnisbad sowie die Städte Esslingen und Stuttgart, dort unter anderem das Daimler-Museum. Nach einem Rundgang durch die Universitätsstadt Tübingen versuchten sie sich im Stocherkahnfahren und Hallenklettern. Auch der Bodensee war Ausflugsziel. Dort wurden innerhalb von drei Tagen verschiedene Attraktionen, wie die Pfahlbauten, und auch Konstanz besucht. Morgen, am "Lindetag", werden die Linde-Mitarbeiter mit Workshops für Unterhaltung sorgen.

Schon lange werden vom KJR Esslingen intensive Kontakte nach Polen gepflegt und seit über 30 Jahren läuft das Austauschprogramm. "Jedoch muss noch viel getan werden, um alte Vorurteile abzubauen", so ein KJR-Mitarbeiter. Ab dem nächsten Jahr ist geplant, die polnischen Schülerinnen und Schüler nicht mehr auf einer Hütte, sondern in Gastfamilien unterzubringen. Auf diese Weise soll es den Jugendlichen gelingen, die Kultur und Lebensweise der Menschen hier besser kennen zu lernen.