Lokales

Gegenwind für Wetterunterstand

WEILHEIM Ein eisiger Wind blies Weilheimer Rat und Verwaltung ins Gesicht, als sie sich in jüngster Sitzung mit dem Thema "Errichtung eines Wetterunterstands im Naturschutzgebiet Limburg" beschäftigten.

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Auf Grund der gehäuft auftretenden starken Niederschläge und weil es entsprechende Vorstöße aus der Bevölkerung gab, hatte Bürgermeister Hermann Bauer im Juni beim Regierungspräsidium eine Voranfrage zur Erstellung eines offenen Unterstands am Naturlehrpfad gestellt.

In dem Antwortschreiben aus Stuttgart prasseln wolkenbruchartig Paragrafen aus einem Gesetzestext auf den Leser nieder. Mit einem Handstreich werden darin etwaige Gegenargumente weggefegt: Nicht nur, dass es in einem Naturschutzgebiet grundsätzlich verboten sei, bauliche Anlagen zu errichten. Zudem bestehe hier kein Interesse der Allgemeinheit. Und: "Besucher, die sich weiter entfernt aufhalten beziehungsweise nichts von dem Unterstand wissen, sind dem Unwetter/Regen schutzlos ausgeliefert." Von einer besonderen Härte könne deshalb nicht gesprochen werden.

Bei so viel Gegenwind blieb Rat und Verwaltung nur, sich wegzuducken. Einmütig wurde beschlossen, das Projekt nicht weiterzuverfolgen.

ank