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„Geheimsache Schussenried“info

Neue Scheibe der Schwoißfuaß-Legenden Alex und Georg Köberlein

„Geheimsache Schussenried“info

Doch wie lange dauert eine Ewigkeit, wenn es gilt, die Rente zu sichern? So stülpten Alex und Schorsch den alten Papierkorb um, durchwühlten ihre privaten Musikarchive und motzten die verkorksten „Lieder, die nie gesungen wurden“, auf. Auch am Text feilten die beiden Fossile der schwäbischen Musikgeschichte, bemüht, größeren intellektuellen Schaden abzuwenden. Bei so viel „erdrückendem Material“ konnte es nicht ausbleiben, dass sozusagen in einer „Geheimsache Schussenried“, der Ur-Heimat der beiden Musiker, ein neues Album entstand. Ein typischer Wurf der beiden Brüder aus dem oberschwäbischen Bad Schussenried mit Themen, bei denen selbst der coolste Radiomoderator rote Ohren bekommt, vorausgesetzt, er ist des Schwäbischen mächtig. Eben in bekannter sozialkritisch postpubertärer, vulgärfundamentaler Schwoißfuaß-Manier. Zwar ist unter den 14 Titeln kein Ohrwurm im Format von „Oinr isch emmr dr Arsch“ dabei, weil die Songs musikalisch ganz anders angelegt sind. Doch gibt es unter den Liedern, die nie veröffentlicht wurden, „Perlen“ wie zum Beispiel „Karma“. Das „zwoide Läaba“­ geht absolut ins Ohr. Deshalb kann man Alex und Schorsch nur zurufen: „I wensch eich a guads Karma. I wensch eich ganz viel Gligg.“rum

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