Lokales

Gelblicht wie auf einer Raststätte

Die Bissinger müssen sich des Nachts umstellen und manche befürchten gar, sich in der dunklen Tages- und Jahreszeit im Ort vorzukommen wie auf einer Autobahnraststätte. Denn Gelblicht soll künftig energiesparend die weiße Beleuchtung ersetzen.

RICHARD UMSTADT

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BISSINGEN Weiß und hell leuchten sie, die 530 Koffer- und Bogenlampen in den Gassen und Straßen der Seegemeinde. Etwa die Hälfte der Leuchten sind inzwischen in die Jahre gekommen. Die Gemeinde überlegte daher, was tun? Deshalb beauftragte sie die EnBW Regional in Kirchheim mit der Lösung der Frage, vor allem unter der Prämisse Energie einzusparen.

Der Energieversorger schlug drei Varianten vor: Entweder werden 420 Quecksilberdampf-Hochdrucklampen durch Natriumdampf-Hochdruckleuchten zum Preis von 15 531 Euro ersetzt, wodurch die Gemeinde jährlich rund 54 000 Kilowattstunden einsparen könnte, oder aber die 210 über zehn Jahre alten Lampen werden technisch umgerüstet und mit neuen Wannen versehen, was etwa 26 000 Kilowattstunden einsparen würde, jedoch rund 45 400 Euro teuer wäre. Oder es wird Variante drei in Angriff genommen, die den Austausch von 210 alten Lampen durch neue ernergiesparende Leuchten vorsieht, was etwa 30 700 Kilowattstunden einsparen würde. Der Aufwand läge für die Gemeinde allerdings bei satten 101 501 Euro.

Der Gemeinderat sprach sich grundsätzlich dafür aus, alte Lampen im Ort Zug um Zug zu ersetzen beziehungsweise umzubauen. Weil die Bürgervertreter aber sofort Energie einsparen wollten, plädierten sie einmütig für die Umrüstung von 420 Leuchten auf Natriumdampf-Hochdrucklampen und damit für die Variante eins. 28 Tonnen Schwefeldioxid können dadurch eingespart werden, wie Bürgermeister Wolfgang Kümmerle verriet. Die Investition soll sich nach drei Jahren amortisieren. Nach einem Jahr will der Gemeinderat von der Verwaltung einen Energiebilanzbericht.