Lokales

Geld für Betreuung

Das Programm der Bundesregierung zum Ausbau von Ganztagesschulen loben die Kirchheimer Abgeordneten der SPD auf Landes- und Bundesebene ausdrücklich.

KIRCHHEIM Der Bundestagsabgeordneter Rainer Arnold meint dazu: "Das von der Rot-Grünen Bundesregierung aufgelegte Programm zum Ausbau von Ganztagesschulen erweist sich gerade für Baden-Württemberg als Motor der Schulentwicklung." "Kein Bundesland hat in den letzten beiden Jahren so viel Geld abgegeben wie Baden-Württemberg und auch im Kreis Esslingen profitieren viele Schulen und Gemeinden", ergänzt die Landtagsabgeordnete Carla Bregenzer.

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Auf Anfrage der SPD-Landtagsfraktion teilte die Landesregierung mit, dass das Schlossgymnasium in Kirchheim und damit die Stadt für 2005 mit 528 000 Euro rechnen darf. Der Kreis Esslingen erhält für den Neubau der Sprachheil- und Förderschule in Dettingen noch in diesem Jahr 900 000 Euro, im Jahr 2005 2 200 000 Euro und im Jahr 2006 nochmalige 2 495 000 Euro.

Carla Bregenzer freut sich über die Konkretisierung: "Jetzt haben Schulen, Stadt und Landkreis Klarheit und können an die Umsetzung gehen und daran, die von ihnen aufzubringenden zehn Prozent der Kosten zu finanzieren." Es sei gut, so die Landtagsabgeordnete, dass über die Diskussion zur Ganztagesschule wieder pädagogische Diskussionen in den Schulen stattfänden, dass mehr Zeit für Kinder an Schulen möglich werde. Würde die Landesregierung ihre Hausaufgaben machen, dann müsste sie dafür auch Lehrerstellen bereitstellen. Das tut sie allerdings nur an Brennpunktschulen.

Angesichts der vielen schon eingegangenen und genehmigten Anträge auf Ganztagesbetreuung sei das Bundesgeld schon fast ausgeschöpft. "Dort, wo über Ganztagesbetrieb nachgedacht wird, sollte man schnell zu konkreten Konzepten kommen, sonst gibt es kein Geld mehr und die Kinder gehen leer aus", fordert Carla Bregenzer, Schulen und Kommunen zu baldiger Antragstellung auf.

Mit Verwunderung reagierte der Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold in diesem Zusammenhang auf die Äußerungen von Sozialministerin Tanja Gönner, sie wolle das Geld zum Ausbau der Kinderbetreuung nicht, der Bund solle sich aus dieser Aufgabe raushalten. Es wäre nach Meinung Arnolds wie bei den Ganztagesschulen Baden-Württemberg würde die Entwicklung verschlafen.

"Vereinbarkeit von Familie und Beruf als die zentrale Voraussetzung für mehr Kinder in unserem Land ist ohne den Ausbau der Kinderbetreuung vom Kleinkind bis zum Schulkind nicht zu erreichen. Die Kommunen wissen das, die CDU-Ministerinnen werden es lernen", so Carla Bregenzer und Rainer Arnold unisono.

pm