Lokales

Geld für Feuerwehr

Der Holzmadener Gemeinderat hat beschlossen, die Freiwillige Feuerwehr finanziell stärker zu unterstützen. Mehr Geld gibt es jedoch ausschließlich für die Kameradschaftskasse, nicht für die Funktionsträger.

BIANCA LÜTZ

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HOLZMADEN Die Feuerwehr Holzmaden hatte bei der Gemeinde beantragt, die Kürzung von Zuschüssen aus dem Jahr 2003 zumindest teilweise rückgängig zu machen: Statt 17,50 Euro sollen demnach pro Kopf und Jahr 30 Euro in die Kameradschaftskasse fließen. Funktionäre sollen eine höhere Aufwandsentschädigung erhalten, der Kommandant beispielsweise 400 Euro im Jahr statt bislang 315 Euro und ein Gerätewart 120 statt 80 Euro.

Bürgermeister Jürgen Riehle lehnte die Forderung ab. Zwar habe er ursprünglich den Kürzungen gar nicht zugestimmt, in den vergangenen Jahren aber festgestellt: "Es geht nicht an die Substanz." Zudem müsse die Gemeinde für den Feuerschutz zusätzlich Geld aufbringen, im Jahr 2005 etwa 55 000 Euro. Auf Anfrage habe Frank Buß, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands und Bürgermeister von Kohlberg, bestätigt: "Holzmaden zahlt sehr gut." Gegen eine Erhöhung in Zeiten angespannter Haushalte sprach sich auch Rolf Hauff (FWV) aus.

Von Seiten der HBL dagegen kamen gleich drei unterschiedliche Anträge auf Erhöhung der Entschädigungen. Das Rennen mit acht Ja-Stimmen machte der Antrag von Jörg Molter, die Kameradschaftskasse stärker zu bezuschussen, aber die Entschädigungen für die Funktionsträger nicht zu erhöhen. "Ich halte die Strukturen der Feuerwehr Holzmaden für reichlich aufgebläht", begründete er. Neben dem Feuerwehrkommandanten gibt es in Holzmaden noch drei Stellvertreter.