Lokales

Geld für Kirche

Weilheim schießt Stiftung 10 000 Euro zu

50 000 Euro hat ein Weilheimer Bürger der evangelischen Kirchengemeinde als Kapitalgrundstock zur Gründung einer Stiftung zum Erhalt der Peterskirche überlassen. Die Stadt steuert weitere 10 000 Euro bei.

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Anke KiRsammer

Weilheim. „Die Peterskirche ist eines der Wahrzeichen Weilheims und für viele ein Ort der Besinnung und des gelebten Glaubens“, sagte Bürgermeister Züfle in jüngster Gemeinderatssitzung. Dass das Gotteshaus Bestandteil des Logos der Stadt sei, unterstreiche seine identitätsstiftende Rolle. „Wir sollten bei den Erststiftern dabei sein.“ Einen Euro pro Einwohner, aufgerundet also 10 000 Euro, hielt Züfle für angemessen. Er erhofft sich davon eine Signalwirkung für Bürger und Unternehmer, die durch Zustiftungen helfen können, die Peterskirche langfristig zu erhalten. Um das Stiftungskapital zu erhöhen, sind zahlreiche Aktivitäten geplant. Am 9. Juli gibt es in der Peterskirche eine öffentliche Auftaktveranstaltung.

Während Stadträtin Gerda Schrägle und Rainer Bauer den Verwaltungsvorschlag begrüßten, sah Bernd Kautter keinen dringenden Handlungsbedarf von städtischer Seite. „Ich fühle mich der Kirche auch sehr verbunden, wir haben aber immer noch eine Haushaltssperre.“ Er sprach sich dafür aus, den Betrag auf 1 000 Euro zu reduzieren. Stattdessen sollten Räte und Verwaltungsmitglieder selbst Geld in die Stiftung legen. Dr. Michael Wackenhuth plädierte demgegenüber dafür, als Stadt 20 000 Euro beizusteuern: „Die Stiftung lebt aus den Erträgen.“ Hans-Peter Sindlinger sah die Zustiftung als „Grundstein für die Zukunft“. Je mehr die Stadt einlege desto besser.

„10 000 Euro sind ein guter Kompromiss“, meinte Züfle. Das sah die Mehrheit des Ratsgremiums genauso und votierte bei einer Enthaltung von Bernd Kautter für diesen Vorschlag.