Lokales

Geld für oben und unten

"Business as usual", kommentierte Tiefbauamtschef Martin Zimmert die wieder einmal anstehenden Sanierungsprojekte auf und unter Kirchheims Straßen. Der Technische Ausschuss vergab jüngst eine ganze Reihe von Baumaßnahmen. Oben auf den Straße und unten im Kanalnetz muss wieder investiert werden.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM In schlechtem Zustand sind bekanntlich eine ganze Reihe von Straßen in Kirchheim. Wie jedes Jahr sind einige Beläge zur Erneuerung vorgesehen. Mit dabei ist die Kirchheimer Steingaustraße. Dort wurde von der ENBW eine Gasleitung verlegt, weshalb das Energieversorgungsunternehmen einen Teil der Kosten für den Deckbelag trägt.

Dringend notwendig sind nach Einschätzung des Tiefbauamtes auch Eingriffe bei der Rechtsabbiegespur von der Jesinger Straße in die Einsteinstraße. Dort muss beispielsweise die Oberflächenentwässerung verbessert werden.

Handlungsbedarf besteht auch am Geh- und Radweg parallel zur Straße "Zu den Schafhofäckern", und zwar in deren nordöstlichem Bereich zwischen Schafhof und Schlierbacher Straße. "Dort ist die Verkehrssicherheit gefährdet", betonte Martin Zimmert. Aufbrüche und Setzungen haben aus dem einst ebenen Weg längst eine Holperpiste gemacht.

Einstimmig vergab das Gremium die Arbeiten für die drei genannten Straßen zum Angebotspreis von etwas über 80 000 Euro an eine örtliche Firma.

Knapp unter 80 000 Euro liegen die Kosten für Kanal-, Wasserleitungs- und Straßenbauarbeiten, die bei der Oberen Steinstraße anfallen. Dort sind massive Schäden am Kanal aufgetreten über eine Länge von etwa zwölf Metern, die sogar die Straßenoberfläche bereits beeinträchtigen.

Ebenfalls einstimmig an eine örtliche Firma vergeben hat der Ausschuss die Bauleistungen für die gesetzlich vorgeschriebene Straßenentwässerung im Bereich der B 297 auf dem Stadtgebiet bei der Einmündung in die Jesinger Straße unterhalb des Teckkellers. Zimmert berichtete von der bereits einige Jahre zurückliegenden Aufforderung seitens des Kreises, dort das Abwasser nicht weiter ungefiltert in die Gießnau fließen zu lassen. Eine Kanalumleitung sowie Bodenfilter sollen jetzt Abhilfe schaffen. 55 000 Euro werden diese Arbeiten kosten.

Einen größeren Batzen, nämlich insgesamt fast 150 000 Euro, muss die Stadt Kirchheim im Rahmen der Umsetzung der Eigenkontrollverordnung wieder einmal im Boden "vergraben". So genannte Robotersanierungen fallen demnächst im Bereich Schafhof und Jesingen an. Inlinersanierungen sind in der Kirch-heimer Straße in Jesingen sowie auf dem Würstlesberg vorgesehen. "Letztlich hilft uns die Sanierung beim Sparen, denn sie dient auch der Fremdwasserreduzierung im Kanalnetz", machte Zimmert den Räten diese Projekte schmackhaft. Speziell nach der Inlinersanierung gelte der Kanal wieder als neu.