Lokales

Geld zur Jahresmitte

Fraktionen unterstützen Familienpflegen

Geld soll‘s im kommenden Jahr für die Familienpflege geben. 70 000 Euro will Landrat Heinz Eininger im 2009er-Kreis-Etat einplanen. Über die Auszahlung soll der Sozialausschuss des Kreistags im Juli 2009 entscheiden.

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richard umstadt

Esslingen. Die Sozialdemokraten sowie die Freien Wähler im Esslinger Kreistag beantragten im Rahmen der Haushaltsberatungen, die Haus- und Familienpflege des Katholischen Dekanats Esslingen-Nürtingen sowie der Esslinger Pukrop gGmbH zu bezuschussen.

Die Christdemokraten standen der Idee nicht ablehnend gegenüber, wollten aber erst im Juli nächsten Jahres darüber entscheiden. Bis dahin sei abzusehen, inwieweit die Zusammenarbeit der Katholischen Familienpflege mit dem Familienpflege-Pool der Diakoniestation Teck zu Synergieeffekten geführt habe. Außerdem plädierte die CDU dafür, die finanziellen Auswirkungen des Gesundheitsfonds auf die Vereine zu prüfen.

Die Familienpflegen, die jährlich im Landkreis Esslingen 800 Menschen betreuen, helfen, wenn zum Beispiel Mütter schwer erkrankt sind sowie bei Kur- und Krankenhausaufenthalten. Dadurch kann der berufstätige Elternteil weiter arbeiten gehen. Inzwischen reichen jedoch die Stundensätze der Krankenkassen und des Landes nicht aus, um die Familienpflege zu finanzieren. Auf ein Schreiben des Landrats an die AOK teilte deren Landesverband mit, dass im Hinblick auf den Gesundheitsfonds künftig mit eher weniger Geld für die Familienpflegen zu rechnen sei.

„Wir werden einer Fehlbetragsfinanzierung nicht das Wort reden“, reagierte Heinz Eininger auf den Brief der AOK. „Das wäre überhaupt nicht kalkulierbar.“

Den Fraktionen bereitete die Haltung der Krankenkasse Sorgen, sie stimmten aber dem Verwaltungsvorschlag zu, 70 000 Euro im Änderungsverzeichnis des Haushalts zur Förderung der Familienpflegen im Landkreis einzusetzen und darüber im Juli 2009 zu entscheiden. Die Zuschüsse könnten dann rückwirkend ab Januar gewährt werden.