Lokales

Gelungener Start ins Jubiläumsjahr mit Gesang und Theater

Ein gelungener Auftakt war die Winterunterhaltung zum Start ins Jubiläumsjahr des Gesangvereins Eintracht Jesingen.

KIRCHHEIM Chorgesang und Akkordeonmusik, diese musikalischen Elemente von Chorleiter Christian Vogt gut gemischt, gewürzt mit etwas Show, sowie ein deftiges schwäbisches Theaterstück als Schlusspunkt, sorgten für einen sehr unterhaltsamen Abend in der Jesinger Gemeindehalle.

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Vorstand Hans Frasch konnte zahlreiche Gäste, unter ihnen Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker und Jesingens Ortsvorsteher Harald Eiberger begrüßen. Die Eintracht besteht seit dem Jahr 1880 und das 125-jährige Jubiläum wird in diesem Jahr gebührend gefeiert, so Hans Frasch. Den musikalischen Reigen eröffneten frisch und ohne Lampenfieber die Nachwuschs-Akkordeonspieler. Gekonnt meisterten sie ihre Vorträge mit Bravour. Hier hörte man, was Wolfgang Haller an Ausbildung in seine fünf jugendlichen Spieler investiert hatte.

"Jeder Wiener hört gern den Radetzky-Marsch", das war die Einstimmung der Gäste durch den gemischten Chor und wer schon in Wien war, konnte sich an die "himmelblaue Zeit" erinnern. Beim folgenden sehr bekannten "Gi-Ga-Gondele" fühlte man sich an den Bodensee versetzt. Mit "Anne Marieken", einem ironischen Spottliedchen aus Holland, zeigte der Chor, dass er den Wechselgesang zwischen Damen und Herren gut beherrscht. Mit gesanglichen Variationen vom Boogie über den Tango bis zum Walzer rundete das allseits bekannte "Die Gedenken sind frei" diesen Melodienreigen ab.

"Die Sänger sind da" das war die klare Botschaft des Männerchores für den Gesang. Abwechslung war Trumpf im Männerchor. Mit dem schnellen "Kosakenliedchen" sowie der getragenen "Mondnacht" kam dies sehr deutlich zum Ausdruck. Mit dem abschließenden "Ich bin kein Bajazzo" die Solopartie von Gunter Ambacher gibt diesem Stück den Reiz sang sich der zahlenmäßig kleine, aber feine Männerchor in die Herzen der Zuhörer. Den "musikalischen Motoren" im Verein, Chorleiter Christian Vogt, Akkordeonleiter Wolfgang Haller, den Vizechorleitern Walter Brösamlen und Winfried Lorch dankte Hans Frasch für die geleistete Arbeit und das aufgebrachte Engagement.

Das zweite musikalische Standbein des Gesangsvereins ist die Akkordeonmusik. Der jüngere Teil der Gruppe, die "Jessies", spielten sich mit dem bekannte Marschlied von der "Köhlerliesel" gleich in die Ohren der Besucher. Als dann beim folgenden "Fliege mit mir" die Arme der Gäste die Tragflächen eines Flugzeugs darstellten und im musikalischen Rhythmus winkten, war der Funke vollends übergesprungen. Abgerundet haben die "Jessies" diese Partie mit der "Fischerin vom Bodensee". Auch die Gruppe der Erwachsenen-Akkordeonspieler stand der Jugend mit ihren dargebotenen Stücken in nichts nach und wurde vom Publikum mit viel Applaus zu einer Zugabe gebeten. Diese "Jessies" sind immer für einen Knaller gut, so auch diesmal mit dem aktuellen Schlager: "Lebt denn der alte Holzmichel noch?" Die Randfichten als Urheber dieses Stücks hätten sich sicher gefreut über die optisch und akustisch hervorragend gebotene Show, die beim Publikum super ankam.

"Ein Schwiegersohn im Doppelpack" was war das? Immer wieder durch herzhafte Lachsalven des Pub-likums unterbrochen, lichtet sich langsam die Verwirrung dieser Komödie um den ins Auge gefassten siamesischen Zwillings-Schwiegersohn in der Wohnstube der Familie Schattenriss, mit einer eben nur im Theater möglichen überraschenden Auflösung des Geheimnisses. Den Akteuren Cornelie Martsch, Anke Stähle, Susanne Oßwald, Winfried Lorch, Wolfgang Haller und Hans Frasch ist es unter der Regie von Gisela Ambacher gelungen, das Stück so zu spielen, wie es im wirklichen Leben sein könnte.

Die freudigen Gesichter im Saal waren Beweis dafür, dass der Gesangverein mit seinem vielfältigen Programm die Gäste gut unterhalten hat.

ks