Lokales

Gemeinsam das Beste für die Stadt erreichen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Jahr 2005 war weltweit geprägt von den Folgen außergewöhnlicher Naturkatastrophen. Kurz vor Jahresbeginn löste ein Tsunami in Südostasien eine zigtausendfach todbringende Flutwelle aus. Auch Bürgerinnen unser Stadt wurden dabei Opfer. Mittel- und Nordamerika wurden mehrfach von Hurrikans ungeahnter Stärke getroffen. In der Kaschmir-Region leiden gerade jetzt Menschen an den Folgen eines verheerenden Erdbebens. Bei derartigen Ereignissen sind die Menschen zur Solidarität aufgerufen. Eine Solidarität, wie sie auch in unserer Stadt gelebt wird. Ich blicke dabei auf 60 Jahre Kriegsende, aber auch auf 50 Jahre gelebte Integration.

Im zu Ende gehenden Jahr ist es gelungen, Meilensteine für die Weiterentwicklung unserer Stadt zu setzen. So mit der Finanzierungsvereinbarung zur S-Bahn-Verlängerung zwischen den Kommunen, dem Landkreis und der Region. Ganz besonders danke ich allen Umlandgemeinden für diesen Schulterschluss.

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Mit der Entscheidung einer Stabstelle für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus haben wir einen richtigen Schritt in Richtung Sicherung alter und Schaffung neuer Arbeitsplätze gemacht.

Die Neubebauung des Schweinemarktes mit einer erweiterten attraktiven Tiefgarage sowie einem Hochbau hat zweifelsfrei zu Beeinträchtigungen für die Besucher der Stadt, aber auch für die Gewerbetreibenden geführt, die auch 2006 noch teilweise gegeben sein werden. Die Innenstadt und damit die Gesamtstadt wird nach Fertigstellung jedoch nachhaltig profitieren. Ich danke der Händlerschaft, dass wir gemeinsam bei der Bewältigung der Probleme an einem Strang gezogen haben.

Mit großer Erleichterung habe ich die Entscheidung zum Fortbestand des Pädagogischen Fachseminars am Standort Kirchheim begrüßt. Diese Bildungseinrichtung trägt wesentlich zum Bildungsstandort bei, der bedarfsgerecht in den kommenden Jahren ausgebaut wird. Trotz angespannter Haushaltslage schultert die Stadt Kirchheim ein großes Paket an Hochbaumaßnahmen. Wir investieren damit in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt; einem starken Bildungsstandort, zu dem auch die Erwachsenen- und Familienbildung gehört.

Die große Koalition im Bund hat vereinbart, an der Weiterentwicklung der Finanzausstattung der Kommunen zu arbeiten. Die Gewerbesteuer wird dabei mit einbezogen sein. Dies habe ich mit Interesse vernommen. Eine umfassende Kommunalfinanzreform ist allerdings nach wie vor nicht in Sicht. Dennoch sehe ich mit Zuversicht in die Zukunft. Die neue Herausforderung des demografischen Wandels hat die Verwaltung angenommen. Wir sind aufgefordert, Konzepte für eine alten- wie jugendgerechte Umwelt zu erarbeiten. Dies betrifft die Lösung für neue Wohnformen ebenso wie bedarfsorientierte Betreuung. Und die Stadt wird ihrer Vorreiterrolle bei dem Einsatz neuer Energieformen nachkommen.

Der Gemeinderat hat den Grundsatzbeschluss für den Neubau eines Hallenbades in wesentlich abgespeckter Form gefasst. Im kommenden Jahr gilt es, konsequent die Voraussetzungen für die Verwirklichung zu schaffen.

Es hat mich im zurückliegenden Jahr tief beeindruckt, wie viele Menschen sich in den unterschiedlichsten Bereichen und auf unterschiedlichste Art und Weise aktiv in die Bürgerkommune einbringen. Ich bin davon überzeugt, dass Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung gemeinsam den eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergehen werden.

Ich möchte all denen danken, die sich 2005 mit Rat und Tat in den Dienst der Allgemeinheit gestellt haben. Es ist mein Wunsch, dass wir auch 2006 bei allen kontrovers geführten Diskussionen immer wieder mit Blick auf das gemeinsame Ziel zusammenfinden, um das Beste für unsere Stadt und für die in ihr lebenden Menschen zu erreichen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen ein persönlich hoffnungsvolles und glückliches Jahr 2006. Einbeziehen möchte ich all diejenigen, die auf unterschiedlichste Weise unserer Stadt verbunden sind und diejenigen, die gerne in unsere Stadt kommen, weil sie ihnen einen Arbeitsplatz bietet oder weil Kirchheim unter Teck ihre bevorzugte Einkaufs-, Schul-, Kultur- und Sportstadt ist.IhreAngelika Matt-Heidecker