Lokales

Gemeinsam gegen Müll und Dreck

Der Kirchheimer Markungsputz geht in die dritte Runde: Wieder einmal sagen Bürger, Verwaltung, Gemeinderäte, Schulen, Kindergärten und Vereine gemeinsam dem Müll und Dreck in der Landschaft den Kampf an. Erstmals verteilt sich die Putzaktion auf zwei aufeinanderfolgende Tage: Erst kommen die Kleinen zum Zug, dann die Großen.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM Am Samstag, 17. März, wird Kirchheim wieder einmal einer großräumigen Putzaktion unterzogen. Ziel ist nicht so sehr eine sauberere Stadt, die ganze Sache hat vor allem erzieherischen Hintergrund. Das gilt ganz speziell für den Kindergarten- und Schulaktionstag am Freitag, 16. März. Fast 700 kleine Helfer haben sich beim Baubetriebsamt, der Schaltzentrale für die Putzaktion, bereits gemeldet. Die einzelnen Kindergartengruppen und drei Schulen machen sich vor allem um ihre jeweilige Einrichtung herum zu schaffen. "Die Kinder wissen nach so einer Aktion, wie man mit Müll umgeht, und lernen, dass man nichts wegschmeißen darf", fasst Christian Maiwald, Leiter des Baubetriebsamtes zusammen.

Ausgerüstet mit bunten Gummistiefeln und Arbeitshandschuhen werden sich die Jungbürger auf die Jagd nach Dreck machen. So soll sich einprägen, dass die Vermüllung der Landschaft beileibe kein Kavaliersdelikt ist. Daher kommt es auch weniger auf die Größe des gesäuberten Areals an, als vielmehr auf die Tatsache, dass möglichst viele kleine Helfer gemeinsam an einem Strang ziehen.

Verschiedene Vereine und Gruppierungen haben sich auch schon den Samstag, 17. März, fest im Terminkalender vorgemerkt. Auffallend ist, dass sich die Organisationen immer auf eine feste Helferschar stützen können. Sie haben sich für verschiedene Flächen eingeteilt, wobei überall noch tatkräftige Unterstützung seitens der Bürger und Stadträte willkommen ist. Dass viel zu tun ist, steht außer Zweifel. Das Thema Müll erregt immer wieder die Gemüter in Kirchheim und beschäftigt auch den Gemeinderat. In der jüngsten Sitzung sprach CIK-Stadtrat Wolfgang Schuler im Hinblick auf den Markungsputz Missstände an einigen Punkten an. Er nannte Grünflächen in Freibadnähe, Böschungen an der B 297, den Bereich der Eisenbahnlinie kurz vor dem Bahnhof und andere stark verschmutzte Areale mehr. Geschäftskreisleiter Martin Zimmert bestätigte, dass das Baubetriebsamt parallel zur Markungsputzete weitere Einsätze plane. Was die Markungsputzete selbst anbetreffe, sei jedoch die Beteiligung bei Weitem zu gering, um größerer Flächen Herr werden zu können.

Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker nutzte die Gelegenheit zu einem flammenden Aufruf an alle sauberkeitsbegeisterten Bürgerinnen und Bürger, mit Hand anzulegen. Jeder ist willkommen, sich einer der bereits eingeteilten Gruppen am Samstag anzuschließen. Treffpunkt ist jeweils um 9 Uhr an folgenden Stellen: bei der Energieversorgung Baden-Württemberg in der Hahnweidstraße, am Schlossgymnasium, an der Kreuzung Einsteinstraße/Tannenbergstraße, am Spielplatz Klosterviertel, am Parkplatz Hahnweide, am Grünschnittsammelplatz und am Kirchheimer Waldkindergarten beim Hohen Reisach. Bisher haben sich über hundert Vereinsmitglieder gemeldet. Geputzt wird den Vormittag über, ab 11.30 Uhr winkt dann bereits als Belohnung ein mittägliches Vesper auf dem Areal des Baubetriebsamtes.

Keinesfalls untätig sind am Tag der Markungsputzete natürlich auch Helfer in den Teilorten. Traditionsgemäß engagieren sich dort die meisten Bürger. In Nabern und Jesingen trifft man sich morgens um 9 Uhr an den jeweiligen Feuerwehrhäusern, in Lindorf am Bürgerhaus und in Ötlingen beim Haus der Vereine.

Wer sich anschließen will, sollte einfach um 9 Uhr mit entsprechender Ausrüstung an einem der genannten Treffpunkte eintreffen. Viel zu tun haben natürlich besonders die Mitarbeiter des Baubetriebsamtes an den beiden genannten Tagen. Eingerichtet wird auch eine Hotline für problematische Funde: Unter der Handynummer 01 70/3 32 45 04 ist Tiefbauamtsmitarbeiter Thomas Hilbig zu erreichen.