Lokales

Gemeinschaftsgefühl am Ort stärken

In der Adventszeit öffnen Kinder jeden Tag eine Tür am Adventskalender. In der Regel kommt eine süße Überraschung hinter der Tür zum Vorschein. In Notzingen öffnet sich darüber hinaus jeden Tag eine Tür, nicht nur für Kinder, sondern auch Erwachsene.

PETER SCHUSTER

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NOTZINGEN Unter dem Motto "Lebendiger Adventskalender" veranstaltet die Evangelische Kirchengemeinde eine Aktion, die das Miteinander am Ort stärken soll. Seit dem Beginn der Adventszeit öffnet sich täglich eine Haustür. Jeden Tag gestaltet eine Familie einen offenen Adventsabend, zu dem jeder Einzelne aus dem Dorf eingeladen ist, um gemeinsam die Vorweihnachtszeit zu feiern. Hinter der Tür kommt Abend für Abend eine Überraschung zum Vorschein, die von Menschen aus diesen Häusern vorbereitet wurden und werden. Jede Familie gestaltet den Abend individuell. Durch die Aktion soll das Gemeinschaftsgefühl der Menschen gestärkt und die Adventsstimmung aus den kerzenbeleuchteten Wohnzimmern nach draußen auf die Straße geholt werden.

Mit dem bisherigen Verlauf ist Bettina Bosch, die als Kirchengemeinderätin die Aktion initiierte, zufrieden. "Jeweils rund 40 Personen treffen sich jeden Abend vor dem Haus, oft in einer Garage, um miteinander die Vorfreude auf das Weihnachtsfest zu teilen. So sehen sie, auf welch unterschiedliche Art und Weise die einzelnen Familien den Advent begehen. Geschichten werden vorgelesen, Lieder gesungen, Gebäck gereicht, dazu Tee und Kinderpunsch getrunken", berichtet sie.

Auch das Rathaus in Notzingen, die "Arche", eine sozialpsychiatrische Einrichtung, und das Backhaus beteiligen sich an dieser Aktion. Am 21. Dezember öffnet sich die Stalltür von Anette und Siegfried Rau. Ob an dem Abend wie in der volkstümlichen Überlieferung Ochse und Esel an der Krippe die Ankunft des Christkinds erwarten, darüber wollen die beiden nichts verraten. "Das wird eine Überraschung", sagen sie unisono.