Lokales

Genügend Plätze für Kinder ab drei

In Holzmaden gibt es genügend Kindergartenplätze. Der Betreuungsbedarf für Kinder ab drei Jahren kann vollständig abgedeckt werden, wie Bürgermeister Jürgen Riehle dem Gemeinderat im Rahmen der örtlichen Bedarfsplanung mitteilte.

BIANCA LÜTZ

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HOLZMADEN 79 Kinder besuchen derzeit die beiden Kindergärten in Holzmaden. 25 Kinder sind im Kindergarten Schillerstaße untergebracht, 54 junge Bürger werden in zwei Gruppen in der Seestraße betreut. Insgesamt gibt es Plätze für bis zu 84 Kinder. Wenn nötig, ist es darüber hinaus möglich, die Kapazität kurzfristig auf 30 je Gruppe zu erhöhen oder eine weitere Gruppe einzurichten. "Der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem dritten Lebensjahr ist sichergestellt", lautete Jürgen Riehles Fazit. Eine Betreuung für Kinder unter drei Jahren ist seitens der Gemeinde nicht geplant. Sie sei dazu nicht verpflichtet, und angesichts der geringen Nachfrage "können wir es uns nicht leisten" so Jürgen Riehle.

Als Trägerin der beiden Holzmadener Kindergärten ist die Evangelische Kirchengemeinde Teil der örtlichen Bedarfsplanung Holzmadens. Sie erhält gemäß des Kindergartenvertrags Zuschüsse von der Gemeinde. Im vergangenen Monat hat der Waldkindergarten Weilheim bereits zum zweiten Mal einen Antrag gestellt, in die Bedarfsplanung aufgenommen zu werden, da drei Kinder aus Holzmaden die Weilheimer Einrichtung besuchen. "Es wird keine Notwendigkeit gesehen, überörtliche Träger in die Bedarfsplaung mit aufzunehmen", sagte Jürgen Riehle. Die Urweltgemeinde erhalte auch keine finanzielle Unterstützung von Weilheim, obwohl ein Kind aus der Nachbarstadt den Kindergarten in Holzmaden besuche. Bereits in den vergangenen Jahren wurden in Holzmaden Kinder aus anderen Gemeinden betreut, ohne dass Zuschüsse flossen.

Gemeinderätin Susanne Singer zeigte sich zwar einverstanden damit, dass der Waldkindergarten nicht an der Bedarfsplanung beteiligt wird. Sie forderte aber, die Einrichtung mit einem symbolischen Betrag von 50 bis 100 Euro zu fördern. Heike Schwarz warnte vor der "Gefahr, dass auch noch andere auf uns zukommen" und sprach sich angesichts der schlechten Finanzlage gegen eine Bezuschussung aus. Susanne Singer beantragte, im Rahmen des Haushaltsplans noch einmal über die Förderung des Waldkindergartens zu beraten. Der Antrag wurde mit knapper Mehrheit angenommen. Einmütig stimmte der Holzmadener Gemeinderat der örtlichen Bedarfsplanung sowie der aktuellen Trägerfinanzierung zu.