Lokales

Genügend Säcke für den Erstschlag

Die Dettinger Verwaltung hat dem Gemeinderat ein Maßnahmenkonzept vorgestellt, das dazu dienen soll, bei künftigen Unwettern besser gegen Überschwemmungen gewappnet zu sein. In der Nacht vom 20. auf den 21. August dieses Jahres hatten verstopfte Dolen in der ganzen Gemeinde an besonders kritischen Stellen für Hochwasser gesorgt.

ANDREAS VOLZDETTINGEN Der Technische Leiter Jochen Sokolowski erläuterte im Ratsrund detailliert die Maßnahmen, die an den neuralgischen Punkten bereits erledigt beziehungsweise sofort in Angriff zu nehmen sind oder aber kurz-, mittel- und langfristig angegangen werden sollen. Zur Ausrüstung mit Sandsäcken erklärte Feuerwehrkommandant Jürgen Holder, dass am Bauhof bereits eine ganze Palette gelagert sei und eine zweite folgen solle. Außerdem gebe es Vorräte im Gerätehaus, am Forsthaus oder auch bei den Segelfliegern.

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"Für den Erstschlag müssten genügend Säcke da sein", schloss Holder daraus und fügte hinzu: "Der Voralarm sorgt im Ernstfall dafür, dass rechtzeitig neue Säcke gefüllt werden können." Dem Voralarmplan, so weit ihn die Dettinger Feuerwehr bisher erarbeitet hat, stimmte der Gemeinderat ebenso zu wie dem Maßnahmenkonzept der Verwaltung. Konkret beschließt das Gremium kostenintensive mittel- und langfristige Maßnahmen allerdings zeitnah und gegebenenfalls erst nach Ortsbesichtigungen.

Beim Eulengreuthgraben im Baumgarten hat die Gemeinde bereits Vermessungsarbeiten durchführen lassen, um den Grenzverlauf vor Ort genau feststellen zu können. "Manche haben in den letzten Jahren den Querschnitt von Gewässern verringert dann sucht sich das Wasser einen anderen Weg", schilderte Bürgermeister Rainer Haußmann eines der Probleme, die zu den Überschwemmungen im August geführt hatten. "Auch an solche Dinge müssen wir ran und mit den Bürgern ernsthaft reden, was wir machen müssen." Das könne mitunter auch unangenehm sein, aber wichtig sei es, gemeinsam die Ursachen festzustellen und an deren Beseitigung zu arbeiten.

Im Falle Eulengreuth sei die Gemeinde im Besitz der Uferflächen, erläuterte Bürgermeister Haußmann auf Nachfrage. Im Bebauungsplan wäre eigentlich vorgesehen gewesen, einen Weg entlang des Gewässerlaufs zu errichten, damit eine Zugangsmöglichkeit für Unterhaltungsarbeiten bestehe. Nachdem sich die Anwohner zur Pflege des Uferbereichs bereit erklärt hatten, habe der Gemeinderat damals auf diesen Weg verzichtet. "Die Frage wird erneut gestellt werden", kündigte Rainer Haußmann an, "weil wir eine Möglichkeit brauchen hinzukommen." Die Entscheidung über einen Ausbau habe dann aber der Gemeinderat zu treffen.