Lokales

Geschick für Diktat der Wirtschaft gefragt

Als Pflegedienstleiter und Geschäftsführer der gesamten Schlierbacher Diakoniestation wurde Christian Weinnoldt in Schlierbachs evangelischer Kirche gestern in sein Amt eingeführt. Ihm liegen, so Gemeindepfarrer Dr. Michael Gese, sowohl die Patienten am Herzen als auch die wirtschaftlichen Gegebenheiten des Krankenpflegevereins.

JOACHIM KRUG

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SCHLIERBACH Pflegedienstleitung und die Geschäftsführung der gesamten Diakoniestation in Schlierbach sind die Aufgaben Weinnoldts, wie Pfarrer Gese betonte. Er sei im ganzen Ort für die Betreuung Kranker und Pflegebedürftiger zuständig und das überkonfessionell. Weinnoldt gehöre der Gemeinschaft der Haller Schwestern und Pfleger an und sei darüber hinaus Diakon der Landeskirche.

Nach den Worten von Bürgermeister Paul Schmid ist der Krankenpflegeverein etwas ganz Besonderes und stehe im Mittelpunkt des Gemeindegeschehens. Für Schmid ist auch wichtig, dass Weinnoldt den fachlichen Hintergrund für die wirtschaftlichen Gegebenheiten dank seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit hat. Kontakt werde er als Rathauschef mit Weinnoldt auch über die Seniorenwohnanlage "Rose" haben, wo der Krankenpflegeverein seinen Sitz hat. Durch das Diktat der Wirtschaft komme ständig Neues auf den Verein und seine Helferinnen zu, wofür Weinnoldt die "Nase im Wind" haben müsse. Weinnoldt stehe für die Fürsorge von Menschen in Not.

Liebe und Zuneigung wünschte sich Schlierbachs Arzt Dr. Peter Graf auch im Namen seines Kollegen Dr. Theo Götz von Weinnoldt für seine Schutzbefohlenen. Wichtig sei dabei, auch die wirtschaftlichen Zwänge zu beachten, wofür Graf dem neuen Pflegedienstleiter Geschick wünschte. Die Schlierbacher Ärzte hofften auf gute Zusammenarbeit mit der Diakoniestation.

Weinnoldt selbst dankte den Schlierbacher Mitarbeiterinnen für ihren Einsatz. Im Übrigen gelte in Schlierbach der gleiche gesetzliche Rahmen wie in den großen Städten. Bei der Schilderung seines beruflichen Werdegangs wies Weinnoldt auf seine Ausbildung zum Krankenpfleger beim Diakonischen Werk Schwäbisch Hall hin, an die sich ein Pflegedienst in Stuttgart- Weilimdorf anschloss. 1992 war er dann Gründungsmitglied der Station Weilheim, 2001 kam er zur inzwischen gegründeten Station "Teck". Krankenpflegedienst sei eine schöne und wichtige Aufgabe, die er auch als Pflegedienstleiter nie aus den Augen verlieren möchte. In Schlierbach sei er mit großer Offenheit aufgenommen worden. Weinnoldt versprach, in Zukunft mit allen Verantwortlichen fest zusammen zu stehen.

Begrüßt wurde Weinnoldt auch von Schwester Margarete Mühlbauer, Vorsitzende des Landesverbands der Diakonie Sozialstation in Württemberg. Dieser Einrichtung der evangelischen Landeskirche unterstehen Schwester Margarete zufolge 14 000 Mitarbeiter in 180 Stationen, wovon Schlierbach die "kleinste, aber feinste" sei, da sie über hervorragende Fachkräfte verfüge. "Unserer Gemeinschaft ist es wichtig, dass das Wort, das wir in der Bibel lesen, durch die Tat erfüllt wird", gab sie Weinnoldt mit auf dem Weg. Sie werde auch in Zukunft immer gern in Schlierbach "einfliegen", wenn Not am Mann sei.