Lokales

Gesinnungswandelnur des Geldes wegen? Zur ...

Gesinnungswandelnur des Geldes wegen?

Anzeige

Zur Meldung "Nochmals Treibjagd hinter dem Schafhof", im Teckboten vom 17. Januar:

Als aktive Jäger fragen wir uns, was solche "Feudaljagden" sollen. Unter dem Vorwand des viel zu hohen Wildverbisses wird das Rehwild zum Waldschädling abgestempelt.

Wildverbiss gab es immer, und unsere Wälder sind trotzdem hochgewachsen. Diese Jagden dienen mehr der überstarken Reduzierung des Rehwildes, weniger den Sauen. Die Schwarzkittel laufen als weitere Legitimation für diese Art der Jagd im Geschehen mit. Jagd muss sein, aber das älteste Handwerk muss qualifiziert betrieben werden. In den relativ kleinen Revieren, sogar mit hochläufigen Hunden im Trieb, kommt das Wild viel zu schnell zu den Schützen, ein Ansprechen ist nicht möglich, ein selektiver Abschuss ist unmöglich. Hinterher wundert man sich dann, was so alles auf der Strecke liegt.

Trotz steigender Holzpreise braucht der Staatsforst Geld. Man hat den Eindruck, dass das erlegte Wild eine willkommene, zusätzliche Einnahmequelle ist. Viele Jahrzehnte war die Försterei der Garant für waidgerechtes Jagen und für die jagdliche Tradition. Erfolgte der Gesinnungswandel nur des Geldes wegen? Helmar Mutschler,

Weiler Schafhof, Kirchheim, Ralf König,

Dürerweg, Kirchheim

Die Regelung ändert nichtsan der Alterspyramide

Zu den Themen "Bundeserziehung bis 2006" und "Elterngeld 2007":

Elterngeld bekommen Eltern ab 2007 für ihren Nachwuchs. Mindestens 300 Euro höchstens aber 1800 Euro monatlich, ein Jahr lang, sofern dies 67 Prozent des letzten Nettogehalts entspricht. Durch die Geringverdienerkomponente kann eine Mutter, die nicht voll arbeiten konnte, sondern nur auf 400-Euro-Basis und jetzt ihr zweites Kind erwartet, auf 388 Euro kommen. Ist dies in Ordnung ?

Die Bundesregierung will mit dem Elterngeld die Paare doch aufmuntern mehr Kinder in die Welt zu setzen. Mit mehr verstehe ich zwei oder besser drei Kinder. Was wird geschehen? Es wird mehr Ein-Kinder-Familien geben, da so das Einkommen gesichert ist, im besten Falle 1800 Euro zwölf Monate lang. Besser hätte ich gefunden: für das erste Kind 500 Euro, für das zweite 750, für das dritte Kind 1 000 Euro und so weiter . . .

Auf jeden Falle keine Staffelung nach Gehalt, um die besser Verdienenden besser zu stellen. Zusätzlich weg mit dem Kindergartengeld, das Eltern vom Kindergeld wieder abgeben müssen und her mit der Kinderbetreuung nach dem ersten Lebensjahr wie in Frankreich, dort hat die Familie im Schnitt 1,9 Kinder, in Deutschland nur 1,3 Kinder. Die neue Regelung aber ändert meines Erachtens an der Alterspyramide so gar nichts.

Michael Slavik,

Notzinger Straße, Kirchheim

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.