Lokales

Gewaltiges Naturerlebnis

LENNINGEN Beim Durchkreuzen der gewaltigen Schlucht von teilweise über 90 m Höhe stellt sich für jeden Besucher automatisch die Frage: Wann und vor welcher Zeit mag so etwas entstanden sein? Schon bei der riesigen Alpenaufwölbung im Tertiär entstanden Risse bei der Gebirgsbildung, und diese Risse verliefen nicht immer genau senkrecht, sondern bildeten mitunter auch Krümmungen und Aushöhlungen in dem durchbrochenen Gestein. Dann kam der Vulkanismus im Miozän, also vor rund 25 bis 30 Millionen Jahren, der gewaltige Erschütterungen verursachte.

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Zum Schluss kamen die Eiszeiten und wohl in der letzten schmolz der Breitach-Gletscher über Riezlern im Kleinwalsertal ab und suchte seine Abflussrinne durch den Schrattenkalk des Engenkopfes in Richtung Oberstdorf zu durchdringen. Riesige Steinbrocken um Brocken wurden durchgespült, und so entstanden im Verlauf der letzten 10 000 Jahre die glattgeputzten Wände der Breitachklamm, die von mutigen Männern im vergangenen Jahrhundert mit Fußgängersteg für Wanderer erschlossen wurde.



Für Wanderer ausgebaut wurde dieses natürliche Schöpfungswunder erst ab 1905 auf Betreiben des Tiefenbacher Pfarrers Johannes Schiebel, der damit den über rund 300 000 Besuchern pro Jahr die Möglichkeit zur Bewunderung dieses einzigartigen Naturwunders gab. Die Lenninger AV-Ortsgruppe wanderte dann an der Walserschanz angekommen noch den oberen Fußweg bis nach Riezlern, wo dann natürlich bei der Hitze des Tages eine moderne "Eiszeit" äußerst angebracht war.



Den Nachmittag verbrachte die Albvereinsgruppe entspannend in Oberstdorf und am Abend klang der erlebnisreiche Tag in einem Gasthaus in Feldstetten aus.