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Gibt es ein Lebennach der WM?Diese Frage ist ...

Gibt es ein Lebennach der WM?Diese Frage ist sicher berechtigt, wenn man weiß, dass das derzeit alles beherrschende Thema "Wer wird Weltmeister?" schon in wenigen Wochen Schnee von gestern ist. Für die Pandemie, die inzwischen eine ganze Nation oder sogar die ganze Welt infiziert hat, gibt es, zumindest für Psychologen, eine logische Begründung: Das so selbstsicher wirkende Individuum Mensch ist im Grunde alles andere als ein selbstständig denkendes und entscheidendes Wesen. Die breite Masse nimmt es nicht wahr, dass ihr Tun von Kindesbeinen an mehr oder weniger beeinflusst oder sogar manipuliert ist. Durch Politik, Religion, Wirtschaft und Sport - wirkungsvoll in Szene gesetzt durch die Medien.

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Das größte Sportereignis der Welt bietet unendlich viele Facetten und Chancen, an diesem Medienereignis zu partizipieren, denn Fußball-"spiel" ist längst zu einem glasharten Fußball-"geschäft" geworden. Wenige Konzerne machen als offizielle Sponsoren wahnsinnige Summen locker, und alle wollen wenigstens als Trittbrettfahrer versuchen, bei diesem Mega-Event zu profitieren: Der Handel, die Kommunen und sogar die Kirche imagemäßig oder in barer Münze. Aufmerksam beobachtet ist das einfach Fakt.

Ich wünsche trotz allem unserer Nation, ein viertes Mal Weltmeister zu werden. Die Zeitung mit der größten Auflage Europas hat vielleicht schon eine entsprechende Schlagzeile: Wir sind Papst und Weltmeister! Das bisschen Aufschwung ist jetzt kein Problem . Wilfried Kälberer Notzingen, Herdfeldstraße

Marodes Kabelnetz in ländlichen Gemeinden

Zum Artikel "Die 2-Klassen-Kommunikationsgesellschaft" im Teckboten vom 3. Juni:Die Hausaufgaben wurden nicht gemacht. . . . . . beim Staat: Die staatliche Regulierungsbehörde verlangt derzeit lediglich die Bereitstellung eines Telefonanschlusses für Gebäude, nicht aber die Bereitstellung eines Breitbandanschlusses. Da unser Staat anscheinend noch im analogen Zeitalter der Buschtrommeln zu funktionieren scheint, wird die Telekom nicht verpflichtet, der Bevölkerung auch das Breitbandnetz (DSL) zur Verfügung zu stellen. Hier wäre es wünschenswert, wenn sich unsere politischen Vertreter in Berlin auf die Grundbedürfnisse der Bevölkerung rückbesinnen würden, doch dies wird erst bei der nächsten Wahl wieder interessant für unsere wichtigen Damen und Herren der Politik.? . . . bei der Telekom: Der Werbeetat des Konzerns T-Com übersteigt laut Internetangaben die Milliardengrenze bei weitem. In allen Medien wird versprochen: ". . . DSL, in vielen Bereichen verfügbar". Hier offenbart sich die große Schwäche des rosa Riesen: In ländlichen Gemeinden betreibt die Telekom ein veraltetes, marodes Kabelnetz und hat keinen Ansporn dies zu ändern. Selbstverständlich würden kleine Gemeinden an das DSL-Netz angeschlossen, sofern sich diese mit einem Zuschuss in Höhe eines fünfstelligen Euro-Betrages an den Kosten beteiligen würden. Frage: "Werden die Gemeinden später auch am Gewinn beteiligt?"

. . . bei Arcor: Noch dreister, jedoch unbürokratischer geht man bei Arcor vor. Dem Kunden wird pauschal versprochen, dass ein DSL-Anschluss funktioniert. Verträge werden abgeschlossen, die komplette Hardware zugesandt, installiert und im Nachhinein festgestellt, dass der Anschluss doch nicht funktioniert. Bei uns im Haus existieren mehrere Anschlüsse, bei einem funktioniert DSL, beim anderen nicht. Bei Rückfragen kann die hochkompetente Arcor-Telefonhotline leider keine entsprechende Antwort geben.

Mein Fazit: Staat, Telekom, Arcor: Setzen, Note 6.

Marc Bader Owen, Neue Straße

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