Lokales

Giftanschläge angesagt

In einem anonymen Schreiben drohen Unbekannte mit Giftanschlägen gegen frei laufende Hunde in den Landkreisen Göppingen und Esslingen.

KREIS ESSLINGEN Ziel der Unbekannten sind dabei offensichtlich Hunde, die auf landwirtschaftlichen Flächen ihren Kot zurücklassen und dadurch Nahrungsmittel und das Futter der Nutztiere schädigen.

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Die anonyme Drohung ging am Montagmorgen schriftlich beim Landratsamt und der Polizeidirektion in Esslingen ein. In dem Schreiben wird dargelegt, dass in diesem Jahr mehrere Nutztiere auf Grund von Infektionen durch Hundekot qualvoll verendet seien. Bei den Verfassern handelt es sich offensichtlich um Landwirte, die nach eigenen Angaben nicht ernst genommen werden und deshalb das Problem selbst lösen wollen. Die Unbekannten drohen nun damit, Giftköder auf und in der Nähe von bewirtschafteten Flächen auszulegen. Ziel seien dabei vor allem illegal angelegte Abkürzungen sowie Trampelpfade durch Wiesen und Äcker.

Im Kreis Esslingen sind bisher keine Fälle bekannt geworden, bei denen Nutztiere durch von Hundekot ausgelöste Infektionen verendet sind.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei Tipps an die Hundebesitzer, um derartige Konfrontationen oder gar Schadensfälle in Zukunft zu vermeiden. Hundekot auf landwirtschaftlichen Nutzflächen und im Grünlandbereich ist zumindest eine hygienisch äußerst bedenkliche Beeinträchtigung der Nahrungsmittelproduktion.

Räumen Sie die Häufchen Ihres Hundes weg, sofern er diese an von Menschen viel begangenen Orten oder auf landwirtschaftlichen Nutzflächen gemacht hat. In jedem Zoogeschäft gibt es einfache Hundekotsammelgeräte zur einmaligen Benutzung zu kaufen. Lassen Sie Ihren Hund auch nicht in der Nähe von Kinderspielplätzen und Liegewiesen frei laufen. Achten Sie vor allem darauf, dass ihr Hund sein Geschäft nicht im Sandkasten verrichtet. Wenn der Verdacht besteht, dass Ihr Hund einen Köder aufgenommen hat, bringen Sie Ihren Vierbeiner sofort zum Tierarzt. Außerdem ist es für die polizeilichen Ermittlungen hilfreich, den Köder oder das verwendete Material sofern möglich zu sichern und beim Tierarzt oder der Polizei abzugeben.

Über die anonyme Drohung hi-naus sind in den letzten Tagen keine Fälle bekannt geworden, in denen Hunde mit Ködern vergiftet wurden. Die Polizei bittet die Hundebesitzer, sich an die genannten Regeln zu halten und zudem beim Spaziergang mit dem Hund aufmerksam zu sein. Sollten Giftköder entdeckt oder sonst verdächtige Beobachtungen gemacht werden, bitten die Beamten um Mitteilung.

lp