Lokales

Giftige Raupen fordern Spezialisten

Zwölf Mal musste die Freiwillige Feuerwehr Neidlingen 2007 ausrücken. Vier Einsätze galten der Bekämpfung der kleinen, haarigen Eichenprozessionsspinner. Doch auch darüber hinaus waren die Neidlinger Floriansjünger im vergangenen Jahr aktiv.

NEIDLINGEN Zu Beginn der Hauptversammlung der Jugendfeuerwehr berichtete Jugendwart Jochen Hepperle über ein aktives vergangenes Jahr, mit insgesamt 42 Veranstaltungen. Die Schwerpunkte lagen in der Ausbildung, "Fit For Fire Fighting", Freizeit- und sonstigen Aktivitäten, wie zum Beispiel Altpapiersammlungen. Die Jugendfeuerwehr besteht derzeit aus elf Jugendlichen und sechs Ausbildern.

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Über Ausgaben und Einnahmen der Neidlinger Feuerwehr berichtete Kassenverwalter Gerhard Ruoß. Kassenprüfer Bernd Hepperle bescheinigte eine perfekte Kassenführung. Nach dem gemeinsamen Essen ließen Kommandant Uwe Mutschler, der Leiter der Altersgruppe Hans Heilemann und Schriftführerin Andrea Fiedler verschiedene Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren. Kommandant Mutschler berichtete über Ausbildungen und verschiedene Lehrgänge. So stellten sich neun junge Feuerwehrkameraden der Abnahme des Leistungsabzeichens in Bronze. Weitere Schwerpunkte der Feuerwehrarbeit lagen im Jahr 2007 bei der Ausrichtung einer Ausschusssitzung des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV) und der am selben Abend folgenden Verbandshauptversammlung in der Reußensteinhalle. Außerdem nahm die Feuerwehr Neidlingen am ersten "Tag der Feuerwehren" im Landkreis Esslingen unter dem Motto "Fit For Fire Fighting" teil.

Kommandant Mutschler berichtete über ein einsatzreiches Jahr mit zwölf Einsätzen, wovon vier Einsätze der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners galten. Die Aktive Wehr besteht derzeit aus 31 Aktiven und die Altersgruppe hat eine Stärke von sieben Kameraden.

Im Anschluss stellte Bürgermeister Kammerlander den Antrag auf Entlastung der Verantwortlichen, die einstimmig erteilt wurde. In seinen Grußworten dankte der Neidlinger Bürgermeister den Feuerwehrkameraden für ihr Engagement und ihre Einsätze, mit dem Appell, auch an die eigene Sicherheit und Gesundheit zu denken. Mit einer gewissen Sorge erfüllt es ihn, dass aktuell kein Feuerwehrmann bereit ist, Lehrgänge für Führungskräfte zu besuchen. Deshalb appellierte er an die jüngeren Feuerwehrleute, Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für andere zu übernehmen und sich darauf vorzubereiten.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Jürgen Burkhardt dankte für das Engagement bei den Ausbildungen und Lehrgängen und meinte, durch die gute Jugendarbeit sei der Nachwuchs gesichert. Er dankte allen für ihren Einsatz und ihre Freizeitopferung und wünschte eine unfallfreie Rückkehr von den künftigen Einsätzen.

Die Feuerwehrmänner Frank Hitzer und Johannes Welterlin wurden jeweils zum Oberfeuerwehrmann befördert.

Für 25 Jahre Aktive Feuerwehrarbeit wurde Martin Ruoß von Bürgermeister Kammerlander mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet, nach einem Rückblick durch Kommandant Mutschler wurde ihm ein Gutschein und seiner Frau ein Blumengruß überreicht.

Für regelmäßige Übungsteilnahme erhielten in diesem Jahr elf Kameraden je einen Essensgutschein. Kommandant Mutschler verabschiedete Heinz Mühlhäuser als Gruppenführer, der auf eigenen Wunsch zurücktrat, und blickte auf 32 Jahre Aktiven Dienst, unter anderem zehn Jahre als stellvertretender Kommandant, zurück.

Für die Ausschussmitglieder Gerhard Ruoß und Uwe Kirsamer, die beide aus beruflichen Gründen aus ihrem Amt ausschieden, mussten Nachfolger gefunden werden: Gewählt wurden Martin Eisenhut und Christian Benz.

af