Lokales

Goldene Oktobertage

KIRCHHEIM So richtig golden wollte es einfach nicht werden, das Abschlusswochenende der Goldenen Oktobertage in Kirchheim. Dennoch glänzte die Innenstadt in Feierlaune, und die Kirchheimer ließen sich die Stimmung nicht vermiesen. Das traditionelle große Straßenfest am Samstag in der Dettinger Straße ging in leicht reduzierter Ausgabe über die Bühne. Vorteil für alle Unverdrossenen: Der mitunter eher geringe Andrang auf hölzerne Pedalos, Sitzplätze in der Eisenbahn oder auf den Platz am Kinderschminktisch ließen den Einzelnen schnell zum Zuge kommen. Die Kleinen genossen's sichtlich.

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Live-Bands sorgten für Stimmung, und leckere Düfte ließen manch einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. So rückten doch Etliche in wärmende Jacken gehüllt an den Bierbänken eng zusammen und ließen sich saure Kutteln und andere Spezialitäten schmecken. Als Nachtisch besonders gefragt: frischer Zwetschgenkuchen. Wissbegierige informierten sich über Nordic Walking, erledigten den einen oder anderen kleinen Einkauf beim zünftigen Bauernmarkt oder genossen das informative, unterhaltsame Angebot der Goldenen Oktobertage.

Am gestrigen Sonntag füllte sich die Stadt schon zur Mittagszeit: Der City-Lauf, die beliebte Pendelstaffel für Schüler verschiedener Jahrgangsstufen, entpuppte sich einmal mehr als Publikumsmagnet. Für die zahlreichen Zuschauer lohnte sich der Weg in die Stadt allemal: Die 13.-Klässler vom Kirchheimer Schlossgymnasium stellten den Staffelrekord aus dem Jahr 2000 ein.

In den Seitenstraßen und der Max-Eyth-Straße boten jugendliche Händler ihre Waren beim Kinderflohmarkt feil. Manch einer präsentierte sich mit wärmender Wollmütze und dicker Decke, während die Kundschaft bisweilen mit einem dampfenden Glühweinbecher in der Hand anzutreffen war. In der Tat lieferten die Temperaturen im einstelligen Bereich fast schon einen Vorgeschmack auf den kommenden Weihnachtsmarkt.

Unter dem Motto "Kunst und Kultur" stand wie immer das Geschehen auf dem Marktplatz. Künstler und Kunsthandwerker präsentierten ihre Produkte und teilweise auch ihr Können aus den verschiedensten Bereichen. Von der Filzblume bis zur Silberkette, vom Kopf-hoch-Kärtchen bis zur Ledermütze gab es jede Menge ungewöhnliche Kostbarkeiten.

Text: Irene Strifler

Fotos: Jean-Luc Jacques