Lokales

Golfclub Teck benötigt mehr Platz

Neubau eines Clubhauses und Erweiterung des Übungsbereichs geplant – Anlage soll vergrößert werden

Der Golfclub Teck in Ohmden stößt an seine Grenzen. In einem ersten Schritt sollen deshalb ein neues Clubhaus gebaut und das Übungsgelände erweitert werden.

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Anke Kirsammer

Ohmden.„Eine grundsätzliche Erweiterung des Platzes wird im Moment noch geprüft“, erklärte Ohmdens Bürgermeister Manfred Merkle in jüngster Gemeinderatssitzung. Dabei gehe es um Richtlinien des Vogel-, Landschafts- und Naturschutzes. Unabhängig davon strebe der Golfclub den Umbau und die Erweiterung des Übungsbereichs sowie den Neubau seines Clubhauses an.

648 Mitglieder zählt der in Ohmden ansässige Golfclub Teck derzeit. Zusätzlich nutzen jährlich 3 000 Gäste die Anlage über Tageskarten. „Unsere beiden Holzbaracken sind damit völlig überfordert“, sagte Präsident Norbert Schmid gestern gegenüber dem Teckboten. Nach den viermal wöchentlich stattfindenden Turnieren beispielsweise gebe es regelmäßig einen Engpass bei den Duschen. Zudem möchte der Verein kulturell mehr anbieten. „Bei Veranstaltungen wie unserem ‚musikalischen Frühstück‘ mit Künstlern aus der Region sind wir bislang immer vom Wetter abhängig“, bedauert Schmid. Im neuen Gastraum sollen 80 bis 90 Besucher Platz finden, zusätzlich ist ein abtrennbarer Bereich für rund 20 Leute vorgesehen, in dem unter anderem Sitzungen über die Bühne gehen können.

Weil das geplante Gebäude weit über das vorhandene Baufenster hinausragt, hatte der Gemeinderat die Forderung aufgestellt, den Bebauungsplan „Golfanlage Wasenwiesen“ zu ändern. Mit der ebenfalls verfolgten Platzerweiterung will der Club zu längeren Bahnen kommen. „Wir müssen auch unseren rund 100 Jugendlichen etwas bieten“, so lautet ein Argument Schmids.

Einen ersten Entwurf präsentierte Erich Ernst Kuhn, Inhaber des gleichnamigen Ingenieurbüros, dem Ratsgremium nun am Montagabend. Ob und in welchem Zeitrahmen das Gesamtkonzept umgesetzt werden könne, sei noch unklar. In einem ersten Schritt gehe es unter anderem darum, das Übungsgelände, die Driving Range, vom Kurzspielbereich zu trennen und zu erweitern. „Das ist auch aus Sicherheitsgründen nötig“, betonte Kuhn. Das Baugesuch für das Clubhaus sei noch nicht ganz fertig, es werde dem Gemeinderat aber in einer seiner nächsten Sitzungen vorliegen. „Das Baufenster dafür habe ich bewusst etwas größer gewählt, damit etwas Luft im Plan ist, falls es doch die eine oder andere Änderung geben sollte“, erläuterte der Planer. Er habe dem Club geraten, ein eingeschossiges Gebäude mit einem extensiv begrünten, leicht geneigten Flachdach zu bauen. „Das tritt im Landschaftsbild zurückhaltend in Erscheinung“, so Kuhn. Neu gebaut werden soll außerdem eine ebenfalls eingeschossige Gerätehütte für die Grünpflege, das Greenkeeping. Zusätzlich ist vorgesehen, die Abschlag- und Gerätehütte zu erweitern. Darüber hinaus sollen weitere, nicht versiegelte, Flächen zum Parken geschaffen werden.

Kuhn könnte sich außerdem vorstellen, die Zufahrt zum Golfplatz zu verbreitern und in diesem Zuge eine vernünftige Querungsmöglichkeit der angrenzenden Kreisstraße 1265 zu schaffen. Noch sei es allerdings zu früh, diesbezügliche Überlegungen öffentlich zu machen. „Vielleicht gibt es die perfekte Lösung. Ich habe da was im Hinterkopf.“ Nach der geplanten Ausweitung des Clubgeländes am westlichen Rand um rund 25 Meter würde der Golfplatz direkt an den Schieferbruch Kromer angrenzen; deshalb soll dessen Betreiber ein Zufahrtsrecht eingeräumt bekommen.

Einstimmig fasste das Ratsgremium den Beschluss zur ersten Änderung des Bebauungsplans „Golfanlage Wasenwiesen“. Planungs- und Ausführungskosten wird der Golfclub tragen. Nächster Schritt ist die öffentliche Auslegung sowie die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.