Lokales

Gratwanderung zwischen Historie und Moderne

Musikalisch in Bestform präsentierte sich der Ötlinger Musikverein in der Eduard-Mörike-Halle beim Frühjahrskonzert zusammen mit dem Gastverein, dem Musikverein Untersteinbach. Dabei boten die fünf Kapellen ein kurzweiliges, abwechslungsreiches Programm, das ganz nach dem Geschmack der vielen Zuhörer war.

KIRCHHEIM Die Anfängergruppe eröffnete mit dem Stück "Czardas" von Jakob de Hahn unter Leitung von Lisa Cantatore. Durch das Programm der Anfänger führten Tobias Rein und Marcel Häussler.

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Die Vorsitzende des Musivereins Kerstin Loy konnte auch eine Premiere ankündigen. Die Jugendkapellen aus Jesingen und Ötlingen hätten sich für diese Veranstaltung erstmals zu einem Gemeinschaftskonzert zusammengeschlossen. Auch dürfe das Publikum gespannt sein auf die Überraschungen der Dirigenten Gerhard Keller und Jakob Guizetti. Auch die aktive Kapelle habe einige neue Stücke einstudiert, die sie den Besuchern präsentieren werden. Sie bedankte sich bei den jungen Dirigentinnen Lisa Cantatore und Bianka Loy, dass sie die Aufgabe des erkrankten Dirigenten Josef Tregischan übernommen haben. Mit bewährtem Charme und Witz führten Julia Horn und Antonia Klotz durch das Programm.

Die jungen Jesinger und Ötlinger Musiker unter Leitung ihres Dirigenten Gerhard Keller begrüßten die Gäste mit "White River Canyon" von John Higgens, ein interessantes Stück "Outkast in Concert" folgte. Hier zeigten die jungen Musiker, dass das Spielen eines Instruments bereits im frühen Kindesalter beginnen muss und hohe Anforderungen stellt. Mit der Titelmelodie von ,,Herr der Ringe", die "2 Türme" von Howard Shore und "Born to be Wild" von Mars Bonfire unter Leitung von Dirigent Jakob Guizetti demonstrierte die Jugendkapelle, dass ihre Musik stilistisch, wie ein lustiger Fleckerl-Teppich aus neuer Musik ist, zusammengesetzt aus Walzer und Marschmusik.

Ganz in Musiker-Uniform gekleidet präsentierte sich das junge Orchester. Es hatte absolut keine Mühe, sich gegenüber der aktiven Kapelle durchzusetzen. Den Gästen wurden perfekt einstudierte Musikstücke zu Gehör gebracht, denen sie mit Begeisterung und großer Aufmerksamkeit lauschten.

Die Ehrungen wurden vom stellvertretenden Vorsitzenden der Esslinger Kreisbläser Hans Schröder und der Vorsitzenden des Musikvereins Ötlingen Kerstin Loy vorgenommen. Geehrt wurde für 20 Jahre aktive Musikertätigkeit Michael Forsmann. Er wurde mit der silbernen Ehrennadel und einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Durch das Programm der Stammkapelle führten Lisa Cantatore und Bianca Loy. Unter Leitung von Dirigent Jakob Guizetti eröffnete die aktive Kapelle mit dem Stück "Star Wars" ihren konzertanten Part. Als Highlight galt "Circle of Life" aus Walt Disneys Meisterwerk mit der erfolgreichen Musik von Elton John und dem "The Laurel" an Hardy Theme Starlight Express aus der Filmmusik "Plump and Runt", übersetzt "Der Mollige und der Zwerg". Die jungen Musiker aus der Anfängergruppe und der Stammkapelle untermalten das Musikstück mit einer Show-Einlage auf Inliner. Ständige Ton- und Taktartwechsel und rhythmisch äußerst schwierige Passagen verlangten von jedem einzelnen Musiker höchste Konzentration. Die aktive Ötlinger Musikkapelle mit Dirigent Jakob Guizetti bestätigte damit ihre bisherigen Erfolge. Der Bravour-Marsch "Per aspera ad astra" von Ernst Urbach und das Stück "Grandfathers clock" mit den Solisten Horst Kiedaisch am Tenorhorn und Bianca Loy an der Querflöte erhielten viel Applaus. Die Mischung der ausgewählten Musikstücke wurde hervorragend dargeboten und die Gratwanderung zwischen Historie und moderner Inszenierung ist Dirigent Jakob Guizetti wieder sehr gut gelungen.

Die aktive Kapelle beendete ihren Vortrag mit "Die Sonne geht auf" von Rudi Fischer, ein technisch höchst anspruchsvolles Stück, das besonders durch gute Intonation und rhythmische Genauigkeit bestach.

Die Blaskapelle Untersteinbach unter der Leitung von Rainer Roll spielte ebenfalls zünftige und beliebte Blasmusikmelodien. Mit einem bunten Potpourri an Frühlingsmusik brachte die Kapelle den ersehnten Frühling zumindest in die Eduard-Mörike-Halle. Passend zum wärmeren Wetter konnten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer im gut besuchten Saal an einem breiten Repertoire verschiedenster Stilrichtungen erfreuen.

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